18.03.2016, 07:00 Uhr

Wenn Kinder lispeln

Etwa 13,5% aller Kinder zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr zeigen Artikulationsstörungen, z.B. in Form von Lispeln. (Foto: ulkas - Fotolia.com)

Lispeln bezeichnet eine fehlerhafte Aussprache von S-Lauten und gehört zu den Artikulationsstörungen. Etwa jedes 7. Kind im Vorschulalter ist betroffen.

Unbehandelt kann das Lispeln, das auch als Stigmatismus und in Österreich umgangssprachlich als "zuzeln" bezeichnet wird, bis ins Erwachsenenalter fortbestehen. Ursache ist ein gestörtes Zusammenspiel der Gesichtsmuskeln (myofunktionelle Störung). In der Sprachentwicklung handelt es sich zumeist um ein normales Phänomen, tritt die Störung um die Einschulung herum auf, sollte das Kind von einem Logopäden therapiert werden.

Was steckt hinter dem Lispeln?

Lispelt ein Kind, zeigt aber sonst keine Sprach- und Sprechstörungen, liegt häufig eine myofunktionelle Störung zugrunde. Lippen-, Zungen- und Wangenmuskulatur funktionieren dabei nicht im Einklang. Dahinter kann sich z.B. auch eine Zahnfehlstellung verbergen, welche eine falsche Zungenhaltung auslöst und die korrekte Aussprache blockiert. Weitere Störungen die zum Lipseln führen, reichen von Missbildungen im Mundraum, Hör-, Bewegung-, bis hin zu neurologischen oder kognitiven Störungen.

Das lispelnde Kind erkennen

Die Zeichen für diese Artikulationsstörung können Eltern relativ leicht identifizieren. Typisch sind fehlerhafte S-Laute, die wie das englische "th" ausgesprochen werden sowie eine Zungenfehlstellung, bei der die Zungespitze beim Sprechen von S-Lauten zwischen den Zähnen hervorlugt.

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