03.05.2016, 09:50 Uhr

Black Inhale: "Wir sind weit weg von achtsaitigen Gitarren"

(v.l.) Schlagzeuger Boris Balogh und Sänger Raffael Trimmal von Black Inhale präsentieren ihr neues Album. (Foto: Arnold Burghardt)

Die Wiener Metal-Band Black Inhale hat ihr neues Album "A Doctrine Of Vultures" am Start.

Wie der schwedische Tonzauberer Jens Bogren und der griechische Künstler Seth Siro für die Zusammenarbeit gewonnen werden konnten, erzählen Sänger Raffael Trimmal und Schlagzeuger Boris Balogh im Interview.

Wie lang habt ihr am neuen Album gearbeitet?
RAFFAEL TRIMMAL: Anfang 2015 sind wir ins Studio gegangen, allein der Studio-Prozess hat mit all den Nacharbeiten länger gedauert. Wir haben das Album im Ausland mastern lassen, bei Jens Bogren. Er ist sehr etabliert in der Metal-Szene und hat schon mit Opeth, Arch Enemy und Soilwork gearbeitet. Aufgenommen haben wir das Album gemeinsam mit Norbert Leitner.

Wie habt ihr die Arbeit mit Jens Bogren angebahnt?
TRIMMAL: Sein Stil gefällt uns, wir dachten, dass er am besten mit unserer Musik umgehen kann. Also haben wir ihn einfach angeschrieben und am nächsten Tag kam schon die Antwort, dass ihm das Material zusagt.

Wer schreibt die Songs bei euch?
BORIS BALOGH: Raffael schreibt die Riffs und sobald er ein paar beisammen hat, treffen wir uns. Zu zweit entwickeln wir dann die Nummer.

Ihr legt viel Wert darauf, dass ihr eine Live-Band seid. Was macht eine Black Inhale-Show aus?
TRIMMAL: Wir sind weit weg von Deathcore oder achtsaitigen Gitarren. Unsere Vorbilder sind alte Metallica, Pantera, Annihilator oder Sepultura. Wir waren immer Fans davon, was diese Bands auf der Bühne gemacht haben.

BALOGH: Wir haben sehr viel Spaß auf der Bühne und da springt der Funke schnell über.

TRIMMAL: Wobei wir diese Energie schon im Proberaum haben: Wir sind sehr verwöhnt mit unserem Proberaum, weil wir sehr viel Platz haben. Wir können dort genauso agieren, wie auf der Bühne.

Black Inhale im Interview
Black Inhale im Interview, Foto: Arnold Burghardt

War die Situation im Studio dann ungewohnt und schwierig für euch?
TRIMMAL: Nein, überhaupt nicht! Es wurde überhaupt nicht viel diskutiert, wir können uns hundertprozentig aufeinander verlassen.

BALOGH: Und wir waren schon sehr gut vorbereitet, als wir ins Studio gingen. Da gab es keine Überraschungen.

Das Artwork von "A Doctrine Of Vultures" ist vom griechischen Musiker und Künstler Seth Siro Anton gezeichnet worden. Wie ist die Zusammenarbeit zustande gekommen?
TRIMMAL: Seth Siro ist der Frontmann von Septicflesh, da spielt ein Österreicher Schlagzeug, Kerim Lechner, ein Kumpel von uns. Er stellte den Kontakt her.

BALOGH: Wir sind große Fans von Seth Siro. Es ist gigantisch, was er macht.

TRIMMAL: Ich habe ihm die Texte geschickt, damit er eine Orientierung hat, worum es geht. "Doctrine" ist die Lehre und "Vultures" sind die Aasgeier: Im Prinzip steht der Titel für Leute, die in einer besseren Position sind und diese Ausnutzen, um von denen zu zehren, die sowieso schon am Boden liegen. Das kann ein Chef sein, der auf einem Mitarbeiter herumhackt, aber auch ein korrupter Politiker.

Das heißt, ihr seid rundum zufrieden mit der neuen Platte?
BALOGH: Komplett zufrieden. Wir haben dann auch gedacht, wenn wir schon so viel Herzblut in das neue Album reinstecken, fangen wir nicht beim Artwork zu sparen an. (lacht)

TRIMMAL: Es ist cool, wenn man so viel Arbeit reinsteckt und immer noch ein bisschen mehr macht. Die Resonanz, die wir bis jetzt auf "A Doctrine Of Vultures" bekommen haben, ist unglaublich, und das bestärkt uns.

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