01.04.2016, 13:08 Uhr

Seiler und Speer: Ein arger Abend im Gasometer

Christopher Seiler und Bernhard Speer (v.l.) mit ihrem Album "Ham kummst". (Foto: Arnold Burghardt)

Ohne große PR-Maschinerie im Rücken hat sich das Duo Seiler und Speer aus Bad Vöslau an die Spitze der heimischen Charts gespielt und sogar Adele verdrängt.

SIMMERING. Seit April gibt es die Seiler und Speer-DVD "Live in Wien". Im Gespräch mit der bz-Wiener Bezirkszeitung erinnert sich Bernhard Speer an den Abend im Gasometer.

Das Konzert war früh ausverkauft, oder?
SPEER: Ja, das hat uns selbst überrascht. Wir hätten die Stadthalle auch schon buchen können!

Das kommt ja bald!
Ende des Jahres: Weil das Konzert im Gasometer so gut ankam, trauen wir uns in die Stadthalle.

Steht ihr unter Druck, wenn ihr eine ausverkaufte Show spielt?
Nein, überhaupt nicht! Für mich sind die Auftritte entspannt, wir feiern die Musik gemeinsam mit den Fans. Druck haben wir keinen, das heißt aber nicht, dass wir nicht nervös sind.

Bei der Stadthalle sehr ihr das ähnlich entspannt?
(Lacht) Naja, das klingt schon um ein Eck ärger, aber Druck machen wir uns da auch keinen. Der Termin ist im Dezember: Ich habe noch Winterreifen am Auto, der ganze Sommer liegt dazwischen.

Was fällt dir sofort ein, wenn du ans Konzert denkst?
Ich hatte Geburtstag! Die Stimmung war arg, alles war arg: Es war ein arger Abend, auf den wir alle hingearbeitet haben: Die Tour war zu Ende und Horvarthslos war abgedreht. Wir wussten, wir haben jetzt einiges geschafft.

Worauf bist du am meisten stolz, wenn du dir die DVD anschaust?
Auf das Gesamtpaket, und dass wir die Stimmung so gut eingefangen haben. Der Sound ist klasse! "Live in Wien" ist einfach eine runde Sache geworden.

Seiler und Speer bekommen die Goldene Schallplatte
Seiler und Speer bei der Verleihung der Goldenen Schallplatte für "Ham kummst", Foto: Mike Lhotka

Auf der Setlist sind zwei neue Songs vertreten – ein Vorgeschmack aufs neue Album?
"Es is koid" gibt es schon länger als Seiler und Speer zusammen, einige kennen es vielleicht von Anton Horvath. Das war ein Zuckerl für Horvathslos-Fans, die sich aufs Seiler und Speer-Konzert verlaufen haben. Die Nummer wird es so nicht am neuen Album geben. "Kaffee und a Tschik" in dieser Version auch nicht.

Das heißt, die Planungen am Album sind schon sehr weit fortgeschritten?
Ja, genau. Ich fahre nachher auch wieder ins Studio.

Werdet ihr dieses Jahr noch fertig?
Auf jeden Fall, aber wir halten uns offen, ob wir im Sommer oder im Herbst fertig werden.

Ihr seht den Medienrummel um Seiler und Speer kritisch. Gibt es Situationen, in denen es euch zu viel wird?
Ja, vor zwei oder drei Monaten habe ich gesagt, dass ich das gerne reduzieren würde. Früher waren wir mal ein Geheimtipp, dann kamen die Medien – das war am Anfang auch cool, aber wenn es zu viel wird, nervt es. Einige Medien haben auch übertrieben. Natürlich freuen wir uns über den Support, jede Woche in der Zeitung sein, müssen wir allerdings nicht.

An welche Konzerte im Gasometer als Zuhörer erinnerst du dich besonders gern?
Da gibt es einige: Alanis Morissette, Skrillex und Porcupine Tree, meine persönlichen Helden. Billy Talent fällt mir auch noch gleich ein.

Seiler und Speer - "Stopp doch die Zeit"


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