04.04.2016, 10:02 Uhr

Wettmannstätten und Preding rüsten sich für die Zukunft

Engagement und Einsatz ist im Jugendfußball Alltag, auch in Wettmannstätten und Preding. (Foto: Franz Krainer)

Der UFC und der FCP arbeiten im Nachwuchsfußball bereits zusammen, im Herbst will man die Partnerschaft "offiziell machen".

Zum Auftakt der WOCHE Trainerwahl haben wir über die verschiedenen Nachwuchfußballzentren im Bezirk Deutschlandsberg berichtet. Zwei Bezirksvereine haben in dieser Auflistung gefehlt: Die Gebietsligaklubs Preding und Wettmannstätten. Dass ein Verein eine komplett eigene Jugendabteilung aufstellen kann, ist wohl nur bei den ganz großen Namen möglich, so arbeiten auch die beiden Verein im äußersten Osten des Bezirks zusammen. Von U7 bis U9 stellen Preding und Wettmannstätten gemeinsame Mannschaften auf, in der U11, U13, U14 und U17 kommt noch St. Andrä hinzu. Für den UFC Wettmannstätten besteht vor allem ein Ziel in der Nachwuchsarbeit: „Wir wollen eigene Spieler direkt aus dem Ort in die Kampfmannschaft bringen“, erzählt Rudolf Pisleric. „Ich kann nur Leute auf den Sportplatz bringen, wenn die eigene Jugend dort spielt“, weiß der langjährige Nachwuchsleiter des UFC genau. Er nennt aber auch die Einsatz für heimische Bevölkerung als wichtigen Aspekt, man will allgemein mehr Sportbegeisterung in die Gemeinde reinbringen. Dafür ist Pisleric auch selbst aktiv: Er betreibt in der VS Wettmannstätten die Schülerliga und macht selbst den Turnunterricht. Sein Pendant vom FC Preding, Bernhard Langmann, macht dasselbe in der dortigen Volksschule.

Arbeitstitel L303

Insgesamt spielen rund 120 Kinder aus Preding und Wettmannstätten in den Teams. Die Zusammenarbeit scheint also zu fruchten, so sehr, dass man an einen Ausbau der Kooperation denkt. „Unser Ziel ist es, ein Nachwuchszentrum zu errichten“, verrät Pisleric. Dazu würde neben St. Andrä auch Gleinstätten gehören, die bereits an dieser Kooperation mitgewirkt haben. Derzeit feilscht man noch an einem gemeinsamen Logo und Namen. „Wir sind ja von Preding bis nach Gleinstätten alle auf einer Straße, daher wollen wir eine Art ‚Nachwuchszentrum L303‘ errichten.“ Starten möchte man damit am liebsten schon diesen Herbst, finanziell sucht man nach einer fairen Lösung. „Es werden die Kosten zusammengerechnet und dann durch die Anzahl der Spieler in einer Mannschaft dividiert“, erzählt Pisleric. „Wenn jetzt Preding zum Beispiel fünf Kinder in der Mannschaft hat, wird das mal fünf gerechnet und das von Preding bezahlt. Es zahlt also jeder nur die, die auch wirklich dort dabei sind, dass dann keiner sagen muss ‚Ich hab deinen Buben ausgebildet‘.“

Tradition im Winter

Bekannt ist die Wettmannstättener Jugendarbeit ja schon länger durch die traditionellen Hallenturniere. Zwischen 80 und 90 Mannschaften sind jeden Winter in der Weststeirerhalle, von der U7 bis zur U17 sind fast alle Altersklassen vertreten. Bei den Kindern kommen vor allem die einheitlichen Pokale, um die sie kämpfen, gut an. „Wir haben eine ganze Serie“, so Pisleric. „Vom Ersten bis zum Zehnten hat jeder den gleichen Pokal, natürlich größenmäßig abgestuft.“ Auch online ist man gut unterwegs, die Ergebnisse werden direkt auf der Homepage eingegeben, wie bei einem Liveticker also. Insgesamt wurden bei der letzten Auflage im Dezember 197 Spiele ausgetragen. „Aber wenn man mal angefangen hat, ist es fast ein Selbstläufer“, meint Pisleric gelassen.


Alles zur WOCHE Nachwuchstrainerwahl 2016
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