26.04.2016, 13:36 Uhr

RWA trotzt schwierigem Umfeld

RWA-Vorstandsvorsitzender Reinhard Wolf (re.) präsentierte gemeinsam mit RWA-Vorstandsmitglied Stefan Mayerhofer in Wien das Geschäftsjahr 2015 . (Foto: RWA)

RWA-Chef Reinhard Wolf ist mit der Entwicklung des Geschäftsjahres 2015 zufrieden. In einem schwierigen Umfeld konnte das Unternehmen ein positives Betriebsergebnis einfahren.

ÖSTERREICH. Russland-Embargo, niedrige Energiepreise und eine schlechte Stimmung unter den Konsumenten zählen zu einigen der Faktoren, die laut Wolf die Ergebnisse des Großhandels- und Dienstleistungsunternehmens der Lagerhausgenossenschaften im Geschäftsjahr 2015 prägten.

Umsatz gesunken, Ergebnis gesteigert

So sank der Umsatz um 2,1 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, doch konnte das Ergebnis um 13,5 Prozent auf 23,5 Millionen gesteigert werden. Den Umsatzrückgang führt Wolf auf die niedrigen Energiepreise zurück. Das abgeschlossene Geschäftsjahr nutzte RWA, um eine Reihe an Innovationen am Markt zu positionieren. Dazu gehören etwa die Agrardrohne, um Agrarschäden rechtzeitig zu erkennen, Rentflex, ein Mietmodell für Traktoren sowie eine Digitalisierungsoffensive. Der Start eines Onlineshops ist für Herbst 2017 geplant, gab Wolf bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt.

Lagerhaus wächst stärker als Gesamtmarkt

Die Lagerhäuser als Franchisenehmer der RWA wuchsen erneut stärker als der Gesamtmarkt für Bau- und Heimwerkerbedarf. Mit dem Ausscheiden der Baumarktkette Baumax sind die Lagerhäuser die einzige verbliebene inländische Marke unter den Baumärkten. RWA wolle einzelne Baumax-Standorte im ländlichen Bereich übernehmen. Wolf rechnet hier mit einem Umsatzwachstum im Bereich von einem Prozentpunkt.

Schlechte Stimmung trotz Steuerreform

Auch für 2016 rechnet Wolf mit ähnlich schwierigen Rahmenbedingungen wie 2015. Die Nullzinspolitik der EZB führe nicht zu mehr Investitionen. Hinzu komme eine massive Verunsicherung der Menschen. Dabei seien aufgrund von Steuerreform und niedrigen Energiepreisen Stimuli in der Höhe von sieben bis acht Milliarden Euro entstanden. "Aber darüber wird leider kaum geredet", so Wolf. Laut ihm bräuchte es mehr Impulse, um die Investitionsbereitschaft zu verbessern.

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