30.04.2016, 06:00 Uhr

Humor für die Gesundheit – Weltlachtag am 1. Mai

Lachen kann die Gesundheit stärken! Dies könnte eine Erklärung sein, warum fröhliche Menschen mit positiver Lebenseinstellung seltener erkranken. (Foto: Bilderbox)
„Lachen ist gesund“ – Dieses Sprichwort hören wir oft. Darum hat das Lachen auch einen eigenen Feiertag bekommen. Der Weltlachtag wird heuer am 1. Mai gefeiert. Univ.-Prof. Ursula Wisiak, Univ.-Klinik für Medizinische Psychologie und Psychotherapie der Med Uni Graz, erklärt, warum wir dieses Sprichwort durchaus ernst nehmen sollten. Aber bitte nicht zu ernst – schließlich feiern wir den Weltlachtag.


Positive Energie für den Körper

Ein herzhaftes Lachen befreit und entspannt, ein kleines Lächeln zeugt von Sympathie und guter Stimmung. Es gibt viele Formen des Lachens, die unseren Alltag begleiten und fröhlich machen. Warum wir aber viel mehr Lachen sollten, weiß die Expertin der Med Uni Graz. „Lachen verbessert die Lungenfunktion, versorgt das Gehirn mit mehr Sauerstoff, massiert die inneren Organe, steigert die Immunabwehr, baut Stresshormone ab und setzt Glückshormone frei. Lacht man regelmäßig, tut man etwas für die Gesundheit“, so bringt Ursula Wisiak die geballten Vorteile des Lachens auf den Punkt. Eindrucksvolle Beispiele zeigen, dass Lachtherapien auch positiv auf Krankheiten und deren Folgeerscheinungen wirken können.

Krankheiten haben weniger zu Lachen


Beim Lachen erhöht sich die Zirkulation gewisser Immunsubstanzen nach einem Lachanfall für Stunden. Die Zahl der T-Lymphozyten steigt an, Aktivität und Anzahl der natürlichen Killer-Zellen sind erhöht und die Antikörper der Immunglobulin-A-Klasse vermehren sich. Auch Gamma-Interferon, das die Zellen ansonsten zur Bekämpfung einer Virusinfektion ausschütten, ist im Blut nach ausgiebigem Lachen vermehrt nachweisbar. Dies könnte eine Erklärung sein, warum fröhliche Menschen mit positiver Lebenseinstellung seltener erkranken.

Fakten zum Lachen

– Zehn Minuten Lachen verbrennt rund 50 Kilokalorien
– Frauen lachen öfter als Männer
– Sprecher lachen mehr als Zuhörer
– Angestellte lachen öfter als Vorgesetzte
– Im Jahr 1962 gab es eine Lachepidemie in Tansania. Etwa 1.000 Mädchen und Frauen hatten einen mehrere Wochen anhaltenden Lachanfall
– Alkoholiker lachen seltener über Witze, weil ihr Gehirn die Fähigkeit verliert Witze zu verstehen
– Kleine Kinder lachen im Durchschnitt etwa 400 mal am Tag – Erwachsene gerade einmal 17 mal täglich
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