02.10.2016, 08:30 Uhr

Krampfadern, eine häufige Erkrankung

Aktiv und modern: Radfahren und Kompressionsstrümpfe können eine Wohltat für die Beine sein. (Foto: djd/Ofa Bamberg)
Krampfadern gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in Mitteleuropa. Studien zu Folge weisen 60 Prozent der Bevölkerung variköse Veränderungen unterschiedlicher Ausprägung auf. Bei den meisten Betroffenen sind die Veränderungen jedoch gering und nicht als Erkrankung zu werten. Über zehn Prozent zeigen aber eine ausgeprägte Krampfaderbildung, die medizinisch behandelt werden sollte.
Die Hauptaufgabe des Venensystems besteht darin, das Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen zu transportieren. Dabei spielt neben der Pumpleistung des Herzens auch die Wadenmuskulatur eine große Rolle. Wenn sich der Mensch also bewegt, wird das Blut Richtung Herz gepresst und die Venenklappen verhindern das Zurückfließen des Blutes. Durch einen etwaigen Stau kann es aber zu Ausbuchtungen kommen; die Venenwand wird umgebaut und es bildet sich eine Krampfader.

Die Risikofaktoren

Folgende Faktoren spielen eine Rolle: Vererbung, weibliche Geschlechtshormone, Bewegungsmangel, Alter und Übergewicht. Schwere-, Müdigkeits- und Spannungsgefühl in den Beinen sind erste Zeichen von Krampfadern. Später kann es zu Wasseransammlungen und im Endstadium zu "offenen" Beinen kommen.
Durch die Dopplersonographie stellt der Arzt fest, ob die tiefen Venen durchgängig sind, ob die Venenklappen funktionsfähig sind und in welche Richtung das Blut fließt. Besenreiser und kleine Krampfadern lassen sich veröden. Größere werden teilweise oder im Ganzen entfernt, oder neuerdings mittels Laser ambulant verödet.
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