13.06.2016, 14:37 Uhr

Landesstatistik veröffentlicht neue Bevölkerungsprognose

Bis 2030 wird Graz um fast 50.000 Personen wachsen, stellt der Leiter der Landesstatistik, Martin Mayer, fest. (Foto: steiermark.at/Schuster)
Die Landesstatistik hat die letztes Jahr erschienene bundesweite Bezirksprognose der ÖROK nun auf die durch die Gemeindestrukturreform geänderten Bezirksgrenzen umgerechnet und zusätzlich auf die neuen Gemeinden heruntergebrochen.

Graz wächst, Ober- und Südsteiermark schrumpfen

Demnach zeigt die Prognose für die steirischen Bezirke, dass für die Landeshauptstadt Graz und das suburbane Umland ein starkes Bevölkerungswachstum vorausgesagt wird. Hingegen müssen die obersteirischen Bezirke und die strukturschwachen Peripheriegebiete mit deutlichen Rückgängen rechnen, besonders im Erwerbsalter, es wird dort etwa ab 2020 zu einem spürbaren Mangel an potentiellen Arbeitskräften kommen. Der Bezirk Graz-Stadt kann von 2015 bis 2050 den größten Bevölkerungsanstieg (+28,2 Prozent, +77.241 Einwohner) verzeichnen, gefolgt von Graz-Umgebung mit +12 Prozent (+17.626 Einwohner). Die obersteirischen Bezirke und auch die Südoststeiermark müssen mit den größten Verlusten bis 2050 rechnen. Negativer Spitzenreiter ist der Bezirk Murau mit einem Bevölkerungsrückgang von -10,5 Prozent (-6.646 Einwohner) bis 2050, gefolgt von den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag (-15,9 Prozent), Leoben (-15,6 Prozent) und Murtal (-15,4 Prozent). In absoluten Zahlen wird bis 2050 für den Bezirk Bruck-Mürzzuschlag mit -15.998 Personen der größte Verlust prognostiziert. 2015 lebten in den obersteirischen Bezirken noch 28,1 Prozent der steirischen Bevölkerung, 2050 werden es nur mehr 23,3 Prozent sein, absolut ergibt sich ein Minus von über 50.000 Personen bis 2050.

Anstieg des Durchschnittsalters

2015 weist Leoben mit 46,6 Jahren das höchste Durchschnittsalter auf, der jüngste Bezirk 2015 ist Graz-Stadt mit 40,8 Jahren. Bis zum Jahr 2050 wird es in allen Bezirken zu einer starken Alterung kommen.
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