08.07.2016, 11:35 Uhr

Land Steiermark gründet neue Insolvenz-Stiftungen

Mit der Gründung von Insolvenz-Stiftungen sollen die ehemaligen Arbeitnehmer von PaX Stabil, Zielpunkt und Schirnhofer wieder rasch in den Arbeitsmarkt integriert werden. (Foto: Burghardt)
In den letzten Monaten des Vorjahres verloren in der Steiermark rund 600 Menschen ihren Job als Folge von Firmen-Pleiten. Im Oktober musste der Fensterhersteller PaX Stabil, ein Unternehmen mit 185 Mitarbeitern, Insolvenz anmelden. Im November folgte die Pleite der Handelskette Zielpunkt, wodurch 315 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren und auch der Zuliefer-Betrieb Schirnhofer - ein bedeutender Fleisch- und Wurstwaren-Erzeuger - in finanzielle Turbulenzen getrieben wurde, die weiteren 92 Arbeitnehmer ihren Job kostete. Für all diese betroffenen Personen wurden nun Insolvenzstiftungen gegründet, teilt Soziallandesrätin Doris Kampus mit.

Eine halbe Million Euro

Die drei Insolvenz-Stiftungen wurden gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) für insgesamt 275 Teilnehmer ins Leben gerufen. Knapp zwei Millionen Euro werden für diese Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen der Stiftung aufgewendet, der Anteil des Landes beträgt rund eine halbe Million Euro bei, so Kampus.
Grundsätzlich zielen die Unterstützungsmaßnahmen einer Stiftung darauf ab, für die Betroffenen eine möglichst rasche Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen. Nach einer Berufsorientierungsphase wird ein individueller Maßnahmenplan erstellt. Dieser Plan besteht aus abgestimmten, arbeitsmarktpolitisch relevanten beruflichen Ausbildungswegen und Qualifizierungsmöglichkeiten, die im Rahmen der weiteren Stiftungsteilnahme umgesetzt werden.
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