14.07.2016, 13:06 Uhr

Neue Flächen für Gewerbe und Industrie

Dynamische Entwicklung: Cargo-Center-Geschäftsführer Franz Glanz (l.) mit LH-Stv. Schickhofer bei der Besichtigung einer Baustelle am Logistik-Standort. (Foto: Land Steiermark/Frankl)
Am Cargo Center Graz in Werndorf stellte Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer gestern das Ergebnis der neuen Regionalplanung der Steiermark vor: „Wir haben sozusagen innerhalb eines Jahres die Steiermark neu geplant. Es stehen jetzt 30 Millionen Quadratmeter für neue Gewerbe- und Industrieflächen zur Verfügung. Damit soll ein richtiger Schub für die Ansiedlung neuer Unternehmen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze ausgelöst werden“, unterstreicht Schickhofer. Mit dem Cargo Center, der Logistikdrehscheibe der Steiermark, wählte man einen Ort, der als Symbol für die zukünftige Entwicklung der Steiermark stehen soll: Schon jetzt wächst der an der Phyrn-Achse gelegene Logistikstandort ständig. Sobald Koralmbahn und Semmeringtunnel fertiggestellt sind, liegt man auch an der baltisch-adriatischen Achse mit einem zusätzlichen Einzugsgebiet von 30 Millionen Menschen. „Spätestens ab dann, also etwa 2024/2025, beginnt für uns ein neues Zeitalter", erklärt Cargo-Center-Geschäftsführer Franz Glanz. Der weitere Ausbau ist aber bereits jetzt im Gange, eine Verdoppelung der Fläche des Cargo Centers wird nun möglich. „Wir sind einer der ersten Nutznießer der neuen Strategie des Landes Steiermark“, freut sich Glanz.

Großer Zuspruch


Harald Grießer, Leiter der Abteilung für Landes- und Regionalentwicklung, weist auf den Entstehungsprozess der neuen Entwicklungsprogramme hin: Seit 2015 wurden die Interessen der steirischen Gemeinden und Institutionen in rund 250 Terminen erfasst. Mehr als 700 inhaltliche Bearbeitungspunkte wurden dabei von Gemeinden, Interessensvertretungen, Unternehmen und Privaten angeregt und bearbeitet. Während der Auflagefrist im heurigen Frühjahr wurden die Entwicklungsprogramme in Fachgremien und vielen weiteren Veranstaltungen in den sieben Regionen der Steiermark diskutiert. Insgesamt 180 eingelangte Stellungnahmen, überwiegend von Gemeinden und Interessenvertretungen, wurden bearbeitet. Schlussendlich wurden die Entwicklungsprogramme in den Regionalversammlungen der sieben Regionen mit überwältigenden Mehrheiten beschlossen. Grießer sieht auch für zukünftige Genehmigungsverfahren konkreter Projekte auf den neuen Flächen einen Vorteil: „Mit der jetzigen Ausweisung haben das Land und die Regionen das öffentliche Interesse an der Entwicklung dieser Flächen bereits festgestellt“, so Grießer.

Raschere Genehmigungen


Die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren ist auch Schickhofer ein großes Anliegen: Hier setzt er darauf, den Gemeinden mehr Freiheiten zu geben. Zudem soll die Vermarktung und Entwicklung der neuen Flächen professionell und mit dem entsprechenden Tempo umgesetzt werden, hierfür sieht Schickhofer 12 Millionen Euro aus dem Regionalressort vor. Der Landeshauptmann-Stellvertreter ist optimistisch, dass schon bald die positiven Folgen der neuen Regionalplanung spürbar werden: „Unser Job ist nicht die Verwaltung, sondern die Gestaltung der Steiermark“, betont Schickhofer.
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