05.06.2016, 10:00 Uhr

Statt Zivildienst ab ins Ausland

Anna Lackner von Oktober 2014 bis Juni 2015 in einem Waldorfkindergarten im spanischen Alicante im Einsatz. (Foto: Lackner)

Im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes kann der Zivildienstersatz jetzt europaweit geleistet werden.

Zivildienst ableisten und dabei auch noch eine Fremdsprache lernen – das ist beim Europäischen Freiwilligendienst (EFD) möglich. Dabei engagieren sich Jugendliche in gemeinnützigen Projekten und Organisationen im Ausland. Eine dieser Jugendlichen ist Anna Lackner, die in einem Waldorfkindergarten in Alicante an der Ostküste Spaniens im Einsatz war: "Von Beginn an passierte alles auf Spanisch, da war eben Kommunikation mit Händen und Füßen gefragt". Nach über sechs Monaten kehrte die Steirerin mit einem reichen Schatz an Erfahrungen und einem umfangreichen Spanischvokabular heim.

EFD bisher hauptsächlich von jungen Frauen genutzt

Seit dem Jahr 1996 fördert die EU den freiwilligen Einsatz junger Menschen im Ausland. Der EFD steht allen Jugendlichen zwischen 17 und 30 Jahren offen. Es sind keinerlei Sprachkenntnisse oder andere Qualifikationen erforderlich. "Wurde der Europäische Freiwilligendienst bisher vor allem von jungen Frauen genutzt, so ist nun zu erwarten, dass der EFD als Zivildienstersatz auch für junge Männer an Attraktivität gewinnen wird", vermutet Klaus Buchner von Logo.
Für eine Anrechnung als Zivildienstersatz muss die Dauer des Europäischen Freiwilligendienstes mindestens zehn Monate betragen.

Nähere Informationen zu diesem von der EU geförderten Programm gibt es hier: "Erasmus+:Jugend in Aktion".
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