08.03.2016, 07:00 Uhr

Steirische Frauen- und Mädchenberatungsstellen seit einem Jahr vernetzt

Präsentierten die Arbeit des Netzwerks (v.l.): Anny-Lori Sperl, Leitung der Beratungsstelle Novum Murau, Ursula Lackner, Landesrätin für Bildung und Gesellschaft, Sigrid Fischer, Geschäftsführung Frauenservice Graz. (Foto: Samec)

Ein Jahr nach der Gründung des Netzwerks und anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentags wurde eine Bilanz und ein Ausblick präsentiert.

Vor einem Jahr wurde zum Internationalen Frauentag das Netzwerk der Steirischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen präsentiert – ein Zusammenschluss aller steirischen Beratungsstellen, die zum Teil schon seit 20 bis 30 Jahren bestehen.
„Die zehn Trägereinrichtungen bieten in allen steirischen Regionen Information, Beratung und Begleitung für Frauen und Mädchen an und unterstützen sie bei der Bewältigung persönlicher, familiärer und beruflicher Herausforderungen und Problemlagen“, so Bildungslandesrätin Ursula Lackner.

Steiermarkweit gleiches Angebot

Ziel ist es, dass Frauen und Mädchen in der ganzen Steiermark ein nach gleichen Standards ausgerichtetes hochqualitatives Angebot vorfinden.
Die enge Zusammenarbeit im Rahmen des Netzwerkes soll diese Zielsetzung unterstützen. „Es geht vor allem aber auch um die Schließung von Versorgungslücken, die Weiterentwicklung von Qualitätsstandards in der Informations- und Beratungsarbeit und um Erfahrungsaustausch und gemeinsame Weiterbildung“, betont Lackner.

Herangetragene Probleme

„Die Frauen kommen häufig mit mehrfachen Problemlagen zu uns und es zeigen sich auch regionale Unterschiede, aber in Summe sind es die Themen Arbeit und Bildung, finanzielle Notsituationen und Armutsgefährdung sowie Gewalterfahrungen, die am öftesten angesprochen werden.“ berichtet Anny-Lori Sperl, Leiterin der Beratungsstelle Novum in Murau. Regional übergreifend geht es auch häufig um Beziehung, Familie, Migration, Sexualität, Schwangerschaft und medizinische Probleme.

Blick in die Zukunft

Im Rahmen einer Qualitätsoffensive läuft seit Beginn dieses Jahres eine über das Netzwerk organisierte Fortbildungsreihe für die Mitarbeiterinnen der Beratungsstellen.
Daneben sollen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien in der Beratung genutzt werden, auch die Möglichkeit eines Online-Beratungsangebotes, um zusätzliche und anonyme Zugänge zu Beratungsleistungen zu ermöglichen, soll geschaffen werden.
Darüber hinaus wird kontinuierlich gemeinsam an Qualitätskriterien gearbeitet, um in den verschiedenen Regionen Beratungsleistungen von vergleichbarer und gleichbleibend hoher Qualität sicherzustellen.

Die Bilanz in Zahlen:

-> 18.340 Infokontakte (telefonisch, per Mail oder persönlich)
-> 9.897 Einzelberatungen ( 2.066 Frauen und Mädchen)
-> 7.922 Frauen und Mädchen bei Info- und Weiterbildungsveranstaltungen
-> 300 KooperationspartnerInnen in den Regionen

Hier geht's zum Netzwerk.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.