14.06.2016, 08:20 Uhr

ÖAMTC: Reisemobil und Wohnwagen richtig beladen

Auf in den Campingurlaub – eine sorgfältige Beladung sorgt für Sicherheit. (Foto: djd/Bosch/Karl Holzhauser)
Die Ferien stehen unmittelbar bevor und viele Camper brechen mit Kind und Kegel zu Touren im In- und Ausland auf. "Genau wie bei jedem anderen Fahrzeug ist auch bei Reisemobil und Wohnwagen Sorgfalt beim Beladen geboten", erklärt Tomas Mehlmauer vom Österreichischen Camping Club (ÖCC). "Das zugeladene Gewicht und dessen Verteilung können große Auswirkungen auf die Fahrstabilität haben." Abgesehen davon sollte man das höchstzulässige Gesamtgewicht im Auge behalten – die Strafen bei Überladung können sehr hoch ausfallen. Der Camping-Experte hat die wichtigsten Tipps, um sicher und straffrei unterwegs zu sein:

* Kapazität: Grundsätzlich sollte man beim Verstauen des Gepäcks die Beladungskapazität beachten – diese errechnet sich aus der Differenz zwischen Leer- und höchstzulässigem Gesamtgewicht. "Ein Blick in die Fahrzeugpapiere schafft Klarheit, wie viele Kilos mitgeführt werden dürfen. Man kann mit seinem Fahrzeug aber auch vor der Reise auf eine öffentliche Waage fahren, um so den Zuladewert zu ermitteln", rät Mehlmauer. Vorsicht beim Wohnwagen: Die zulässige Anhängelast des Zugwagens darf nicht außer Acht gelassen werden.

* Gewichtsverteilung: Das Gewicht sollte rechts und links sowie vorne und hinten möglichst gleichmäßig verteilt sein. "Schwere Gegenstände, z. B. Vorzeltgestänge oder Konserven, gehören nach unten oder in die Stauräume nahe der Achse. Je tiefer der Schwerpunkt, desto besser die Straßenlage", so der ÖCC-Experte. Ebenfalls wichtig: Lose Gegenstände muss man fixieren, damit sie nicht zu gefährlichen Geschossen werden.

* Dachträger und Heckgarage: Dachträger sind eher für leichte Zuladung ausgelegt. "Beispielsweise ist ein Surfbrett zwar sperrig, hat aber wenig Gewicht und kann daher mittels Dachträger transportiert werden", erklärt Mehlmauer. "Ähnliches gilt bei 'Heckgaragen' für Fahrräder und leichte Motorräder, bei denen das für die Hinterachse verträgliche Gewicht beachtet werden muss."

* Stützlast: Wichtig ist auch die zulässige Stützlast von Wohnwagendeichsel und Anhängerkupplung. "Das Gewicht, das auf den Kugelkopf des Zugfahrzeuges drücken darf, ist ebenfalls in den Fahrzeugpapieren zu finden", hält der ÖCC-Experte fest. Darauf ist unbedingt zu achten, denn bei zu hoher Stützlast verringert sich die Belastung der Vorderräder am Zugwagen, sodass der Kontakt zur Fahrbahn nachlässt.

* Unnötiger Ballast: Alles, was schwer ist, sollte man nicht unnötig mitnehmen. Es reicht z. B. so viel Frischwasser mitzunehmen, dass man die nächste Versorgungsmöglichkeit erreicht. Auch eine regelmäßige Entleerung des Abwassertanks spart unnötige Kilos.
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