28.07.2016, 08:04 Uhr

Über 5.000 Mal Steiermark pur

Beim Kaufen bedenken: Es muss nicht alles zu jeder Zeit, sondern alles zu seiner Zeit geben. (Foto: Spar)

Gelebte Regionalität spiegelt sich auch in unserem täglichen Einkaufsverhalten wider.

Im Gespräch mit der WOCHE berichtet Christoph Holzer, Geschäftsführer von Spar Steiermark und Südburgenland, warum ohne steirische Produkte nichts mehr geht.
Inwiefern setzt sich Spar für die Stärkung heimischer und damit steirischer Produzenten und Produkte ein?
Christoph Holzer: "Wann immer es möglich ist, versuchen wir unseren Bedarf mit Produkten aus der Region zu decken. Wir sind ständig bemüht, unseren Kunden steirische Produktinnovationen anzubieten. So haben wir beispielsweise im vergangenen Jahr die steirischen „Murbodner“ Erdäpfel bei Spar eingeführt. Ebenfalls im Herbst letzten Jahres neu eingeführt wurden die "Steiermark Genussapfelsticks". Das ist ein köstlicher regionaler Snack für zwischendurch, der zu 100 Prozent aus steirischen Äpfeln besteht.
Heuer starten wir im Herbst mit den steirischen "Murbodner Zwiebeln" und "Murbodner Karotten". Beim Fleisch haben wir als Partner der steirischen Landwirtschaft in den vergangenen Jahren zahlreiche regionale Initiativen gestartet wie die Produkte vom steirischen Vulkanlandschwein zeigen.
Kleineren Produzenten bieten wir die Möglichkeit, auch nur eine geringe Anzahl ausgewählter Spar-Märkte in deren Umkreis direkt mit deren Produkte zu beliefern. Auch diese Art der Kooperation fördert den Verkauf steirischer Produkte und sorgt dafür, dass die Wertschöpfung hier in der Steiermark bleibt.

In Prozent gesprochen: Wie viele der vertriebenen Produkte sind steirisch/regional?
Das lässt sich nicht so leicht abschätzen: Insgesamt bieten wir aber rund 5.300 steirische Produkte von über 245 steirischen Produzenten. Spar wird in der Steiermark auch von rund 100 regionalen steirischen Bäckern beliefert.

Welche Warengruppe hat am meisten regionale Produkte zu bieten, bei welchen Warengruppen gestaltet sich die Angebotsstellung schwieriger?
Wir können natürlich nur das anbieten, was auch wirklich in unserer Region wächst und produziert wird. Wir haben in unserer Zentrale in Graz sogar eine eigene regionale Einkaufsabteilung, die sich darum kümmert, dass bei einem Großteil unseres Sortiments steirische Produkte angeboten werden: Ob bei den Weinen, im Wurst- oder Fleischbereich, im Getränkebereich, wo heuer gemeinsam mit Peterquelle und Frutura der "Steiermark Genussapfelspritzer" neu eingeführt wurde, oder auch bei Obst und Gemüse, wo wir natürlich neben dem steirischen Apfel auch sehr viele saisonale steirische Produkte wie Tomaten, Salate, Erdäpfel, Erdbeeren, Mini Wassermelonen oder auch die steirischen Kulmlandmarillen oder die oststeirische Herzkirsche im Sortiment haben.

Wie wird das regionale Angebot angenommen?
Wir merken einfach, dass es den Kunden immer wichtiger ist, zu wissen, wo Produkte herkommen. Laut einer Ökokonsult-Umfrage bevorzugen 84 Prozent der Österreicher Produkte aus Österreich. Produkte aus der Steiermark können ausgereift und frisch an Spar geliefert werden. Diese Qualität schmeckt man einfach und uns ist es ein Anliegen, dass die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den steirischen Regionen erhalten bleiben. Und die kurzen Transportwege von regionalen Produkten schonen die Umwelt.

Nach welchen Kriterien werden die regionalen Lieferanten von Spar ausgesucht?
Ein Kriterium ist natürlich einfach der Faktor Platz im Regal. Wir können natürlich nicht eine unbegrenzte Anzahl an Produkten anbieten. Daher wählt unser Einkauf sehr sorgfältig aus, bei welchen steirischen Produkten auch eine große Nachfrage vorhanden ist. Und es ist natürlich auch nicht sinnvoll, wenn wir beispielsweise hunderte verschiedene Sorten steirischen Kürbiskernöl bei uns führen würden. Ein Produzent muss aber keinesfalls eine gewisse Größe haben, um an uns zu liefern.
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