18.10.2016, 14:19 Uhr

Norbert Hofer tourt durch Tirol: "Ich bin ein Optimist"

(Foto: Ranalter)

Am Dienstag, den 18. Oktober, gab Norbert Hofer im Goldenen Adler eine Pressekonferenz.

Edelweiß als Glücksbringer für Hofer

INNSBRUCK (sara). Der stellvertretende FPÖ-Landesparteiobmann Rudi Federspiel freute sich mit dem FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger über den Besuch des Präsidentschaftskandidaten. Federspiel überreichte Norbert Hofer einen Glücksbringer für die bevorstehende Wahl: einen Edelweiß-Anstecker aus Silber mit blauen Spitzen, der Farbe der Partei entsprechend.

Abwerzger spricht Mängel an, Hofer handzahm

Obwohl Abwerzger den "Stillstand" in der Bundespolitik und den "Reformstau" bemängelte sowie Van der Bellen als Kandidat des Systems titulierte, zeigte sich Norbert Hofer äußerst friedlich und handzahm. Er lobte die Arbeiten einiger seiner politischen Kollegen, unter anderem Innenminister Wolfgang Sobotka, Außenminister Sebastian Kurz und Justizminister Wolfgang Brandstetter. Er meinte aber auch, dass er bei seinen Besuchen immer wieder Menschen mit Tränen in den Augen sehe, die "hoffen, dass es besser wird".
Weiters sprach er drei wirtschaftlich relevante Punkte an: die Flüchtlingsdebatte, die Mindestsicherung und das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) bzw. das Handelsabkommen zwischen Kanada und Europa (CETA).

Flüchtlingsdebatte: "Sichere Zonen" und "Asylverfahren in Nordafrika"

In Bezug auf die Flüchtlingsdebatte, die den Staat heuer angeblich zwei Milliarden Euro gekostet haben soll, sieht Hofer die Lösung darin, sichere Zonen in den Heimatländern der Flüchtlinge und Asylwerbenden zu schaffen. So könnten sie ihr Land wieder aufbauen, meinte Hofer. Werde ein Flüchtling persönlich verfolgt, solle ihm sichere Überfahrt nach Europa und Asyl gewährt werden, ansonsten schlägt Hofer vor, Asylverfahren in Nordafrika abzuhandeln.

Thema Mindestsicherung

Hofer vertritt die Meinung, dass Anspruch auf Transferleistungen wie Mindestsicherung und Kindergeld besteht, wenn drei Jahre in Österreich gearbeitet wurde.

Demokratische Entscheidung wichtig bei TTIP/CETA

Im Fall TTIP/CETA steht Hofer für eine demokratische Entscheidung, er selbst sieht Österreich nicht als konkurrenzfähig gegenüber den Monsterkonzernen Amerikas und Kanadas. Die USA genauso wie Kanada haben andere Größenrelationen bei ihren Unternehmen, laut Hofer wäre Österreichs größter Landwirt in den USA oder Kanada ein kleiner Fisch. Zudem funktioniert ihr Markt mit anderen Mitteln, hier wurde auch Monsantos genmanipuliertes Saatgut angesprochen (Monsantos Giftdünger vernichten alles bis auf die genmanipulierte Saat von Monsanto) und das nicht vorhandene Vorsorgeprinzip (In Amerika muss ein Produkt nicht erst gründlich getestet werden, bevor es auf den Markt kommt). "Bergbauern wird es dann keine mehr geben", meinte Hofer, wenn TTIP/CETA tatsächlich eintreten sollte.

"Bin Optimist"

Auf die Frage, wie er die Wahl ausgehen sieht, antwortete er: "Ich bin ein Optimist, ich glaube, es wird gut ausgehen."
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