13.05.2016, 12:34 Uhr

Tirols Energieautarkie 2015: "Der richtige Weg mit großen Steinen"

Rupert Ebenbichler (GF Wasser Tirol), LHStv. Josef Geisler und Stephan Oblasser (Landesenergiebeauftragter) präsentierten das Tiroler Energiemonitoring.

Ausbau der Wasserkraft und Biomasse sind die Pfeiler der Anstrengung um Tirols Eigenversorgung.

TIROL. Die Energieziele, die sich Tirol bis zum Jahr 2050 gesteckt hat, sind eindeutig: weg von den fossilen Brennstoffen hin zu einer Eigenversorgung mit Strom, Biomasse und Photovoltaik. "Zwei Milliarden Euro werden jedes Jahr für fossile Brennstoffe ins Ausland transferiert, besser wäre es, dieses Geld in erneuerbare Energie zu investieren", sagt LHStv. Josef Geisler zum präsentierten Energiemonitoring für das Jahr 2015. "Der Weg bis 2050 stimmt, aber es gilt noch große Steine wegzuräumen", so Geisler. Der Ausbau der Wasserkraft, die verstärkte Nutzung der Sonnenenergie und Umweltwärme wie auch die Steigerung der Energieeffizienz müssten weiter konsequent umgesetzt werden.

Energieaufwand gesunken

Der Energiebedarf in Tirol ist weiter gesunken und der Anteil erneuerbarer Energieträger neuerlich gestiegen. Das zeigt das aktuelle Tiroler Energiemonitoring. Seit 2005 reduzierte sich der Energiebedarf in Tirol um 4,8 Prozent. Der Anteil erneuerbarer Energieträger am Gesamtaufkommen stieg seit 2005 um neun Prozent auf 41,1 Prozent. "Und das, obwohl die Bevölkerung im gleichen Zeitraum um fünf Prozent gestiegen ist und das Wirtschaftswachstum um 35 Prozent gesteigert wurde", sagt Stephan Oblasser, Energiebeauftragter des Landes.

Energiemix wird sich ändern

Grundlegend ändern wird sich in den kommenden 35 Jahren der Energiemix und das Zusammenspiel der Anwendungsfelder von Strom, Wärme und Mobilität. Die fossilen Energieträger Öl, Gas und Kohle werden von derzeit 63 Prozent annähernd auf null gestellt. Im Mobilitätsbereich ersetzt Strom aus Wasserkraft und Sonne fossile Treibstoffe. In der Raumwärme spielt Strom über den Betrieb von Wärmepumpen neben der Biomasse ebenfalls eine zentrale Rolle. „Mit Strom kann man alles machen – und das in sehr effizienter Weise“, betont Oblasser.
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