07.07.2016, 13:23 Uhr

Plansee 2015 zufrieden, aber …

Michael Schwarzkopf: "Die Plansee Gruppe ist mit 1,1 Mrd. Euro Eigenkapital für weitere Einkäufe am Weltmarkt gerüstet."

Michael Schwarzkopf zieht positive Bilanz – Breitenwang baut 150 Mitarbeiter ab.

REUTTE/TIROL. Die Plansee-Gruppe ist eines der renommiertesten Tiroler Unternehmen, Vorstandsvorsitzender Michael Schwarzkopf ist mit dem abgelaufenen Jahr 2015 trotz schwieriger Bedingungen zufrieden. "Der Weltwirtschaft fehlt es an Dynamik, das Wachstum in China schwächelt, die Rohstoffpreise für Molybdän und Wolfram sind um bis zu 40 Prozent eingebrochen und der Druck auf die Verkaufspreise steigt dadurch kontinuierlich", bringt Schwarzkopf das derzeitige Marktumfeld für Plansee auf den Punkt.
Trotzdem brach der Umsatz nur ganz leicht ein. Wurden 2014 noch 1,262 Mrd. Euro umgesetzt, waren es 2015 sechs Prozent weniger (1.182 Mrd. Euro). Die Top drei Umsatzbringer im Unternehmen sind der Maschinenbau, die Autoindustrie und die Unterhaltungselektronik. Plansee investierte 2015 60 Mio. Euro in die Forschung und erzielte 37 Prozent des Umsatzes mit neuen Produkten.
Trotz diesem Minus will Schwarzkopf an den gesetzten Zielen für Plansee festhalten. Die Geschäftsaktivitäten müssten weiterhin eine weltweit führende Marktposition einnehmen, die Finanzziele seien weiter ambitioniert und das Unternehmen will weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber sein, erklärt er. Die Gewinnziele seien 2015 durch Einmaleffekte nicht ganz erreicht worden.

Standort gesichert – 150 Jobs weniger

Der Standort Breitenwang sei aber für die Zukunft abgesichert, obwohl heuer und 2017 150 der 2.314 Jobs wegfallen. "Wir sehen uns viele Prozesse an, dadurch werden manche Tätigkeiten wegfallen. Der geplante Stellenabbau ist aber in etwa an der Fluktuationsgrenze von fünf Prozent pro Jahr und wird durch verschiedene Maßnahmen abgefangen", sagt Schwarzkopf, der für Breitenwang dadurch keinen Sprint sieht, sondern die Vorbereitung auf einen Marathon. "Langfristig wird der Standort dadurch gesichert", sagt der Konzernchef. Im abgelaufenen Jahr seien weltweit über 220 Mio. Euro investiert und in vier Ländern neue Unternehmen gekauft worden.
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