13.10.2016, 14:26 Uhr

Seilbahner fordern verpflichtende Skischulwoche

Franz Hörl kämpft für verpflichtende Skischulwochen (Foto: Wirtschaftsbund)

Motto der Seilbahnverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: „Mindestens einmal während der Schulzeit auf die Piste“

TIROL. „Die Zukunft des Wintersports“ – mit diesem Motto setzen die Seilbahnverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Rahmen der diesjährigen D-A-CH Seilbahn-Tagung im Congress Innsbruck vor über 600 Fachleuten ein starkes Signal zur Förderung des Skinachwuchses.
Die Lust auf das Skifahren wird auch „vererbt“ – 74 Prozent der Skifahrer, die unter 10 Jahren begonnen haben, nennen die Familie als Grund. Außerdem kommen Jugendliche häufig durch Schulskikurse auf die Pisten. Besonders Familien mit Kindern zwischen 14 und 18 nannten häufig starkes Interesse.

Früher Einstieg wichtig

Für Franz Hörl, dem Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs in der WKÖ, ist daher der frühe Einstieg in den Skisport ein maßgebliches Ziel. „Wir bemühen uns branchenweit, die jungen Leute zu fördern, denn das möglichst frühe Kennenlernen der Wintersportarten ist der Schlüssel für die spätere regelmäßige Ausübung. Der Zugang zu den Schulen ist dabei unverzichtbar, weshalb wir – die D-A-CH-Länder – es uns als gemeinsames Ziel gesetzt haben, den Sportunterricht wieder vermehrt auf die Piste zu bringen, sodass jedes Kind in seiner Schulzeit zumindest einmal eine Wintersportwoche besuchen kann", fordert er.
Auch sollten die Lehrpersonen eine größstmögliche Unterstützung bekommen, um mit den Kindern diese Skischulwoche zu besuchen.

Resolution verabschiedet

Zum Thema Nachwuchsförderung haben die Seilbahner seit Jahren zahlreiche Initiativen unterschiedlichster Organisationen unterstützt und umgesetzt. „Dafür brauchen wir dringend politische Unterstützung, wie wir im Rahmen unserer heurigen Tagung mit einer gemeinsamen Resolution für Schneesportwochen aller Schulen nachdrücklich klar gemacht haben“, so Hörl.
In dieser Resolution sind die Kinder und somit die Gäste der Zukunft in den Mittelpunkt gestellt. Dabei werden insbesondere die Behörden in die Pflicht genommen und aufgefordert, Schneesportwochen überhaupt zuzulassen und ins Schulprogramm aufzunehmen.
"Die Wintersportler von morgen zu fördern, ist unser zentrales Anliegen. Neben der nachhaltigen Stärkung des Skisports ist es zusätzlich ein Betrag zur Gesundheitsförderung. Neben dem sportlichen Aspekt werden auch soziale und pädagogische Werte vermittelt", so Hörl, denn: "Schneesport hat weiter Zukunft und ein gesunder Wintertourismus ist die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg im Land."
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