19.07.2016, 11:23 Uhr

Aufgeblättert - "Steirernacht" von Claudia Rossbacher – 5 Exemplare zu gewinnen!

„Steirernacht“ ist bereits der sechste Fall um das Grazer Ermittlerduo Sandra Mohr und Sascha Bergmann.

Der aktuelle Fall von Mohr und Bergmann führt sie ins oststeirische Pöllau. Es gilt einen Dreifachmord aufzuklären. Ein Mann, dessen Frau und der gemeinsame Sohn wurden durch Schüsse in ihrem Haus getötet. Lediglich die 13-jährige Tochter Johanna konnte sich zu ihrem Onkel retten, der ganz in der Nähe wohnt. Der Kreis der Verdächtigen vergrößert sich schnell. Johanna, die sich in einer Truhe versteckt hält, bis der Mörder das Haus verläßt, kann mir ihren Angaben zum Täter den Ermittlungen nicht wirklich weiterhelfen.

Im Laufe der Geschichte fördern Mohr und Bergmann eine Reihe von Geheimnissen zutage. So etwa, dass Johannas Vater stark verschuldet gewesen ist und ihre Mutter zu Gewalttätigkeit neigte und die Kinder misshandelte. Aber auch pikante Details im Zusammenhang mit Johanna. Etwa, dass sie sich vor ihrer Webcam prostituierte. Daher konzentrieren sich die Ermittlungen in weiterer Folge durch Johannas Aussage auf den Tennislehrer Maierhofer, in den sie verliebt ist und der sie zur Cyber-Prostitution überredet hat.

Doch Maierhofer scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Eine Fahndung führt zu keinem Ergebnis und andere mögliche Verdächtige haben Alibis. Als ein weiterer Leichenfund gemeldet wird, ändert sich die Situation schlagartig. Mohr und Bergmann kommen der Lösung des Falles immer näher.

„Steirernacht“ ist ein locker erzählter Krimi, angesiedelt in der Nähe von Hartberg. Das Ermittlerduo wirkt sympathisch und kompetent. Bergmann treibt mit seinen Kommentaren Sandra Mohr nicht selten zur Weißglut und man fragt sich nicht zu unrecht, wer von beiden wirklich der Chef ist.

Für einen Krimi fehlt es „Steirernacht“ an Spannung. Obwohl der Plot gut durchdacht und das Ende teilweise überraschend ist, nimmt die Geschichte kaum an Fahrt auf und vermag deshalb den Leser nicht zu fesseln. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Rossbacher dem Privatleben Sandra Mohrs zu viel Platz einberaumt und dadurch der eigentliche Plot zur Nebensache verkommt.

Ansonsten ist „Steirernacht“ gute österreichische Krimikost. Solide und unterhaltsam.


480 Seiten - erhältlich bei Gmeiner Verlag um 10,99 EUR (Taschenbuch) | 8,99 EUR (Ebook)
Verlag: Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1926-3









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Poldi Lembcke aus Ottakring | 19.07.2016 | 23:43   Melden
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Iris Wilke aus Land Wien | 20.07.2016 | 08:18   Melden
39.594
Poldi Lembcke aus Ottakring | 20.07.2016 | 15:39   Melden
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