04.04.2016, 09:18 Uhr

Austrian Superheroes: Wien hat jetzt seine eigenen Superhelden (3 Hefte zu gewinnen)

Im Bund zum Schutz der Stadt: Das Donauweibchen, Captain Austria Jr., Lady Heumarkt und der Bürokrat. (Foto: ASH)

Captain Austria, das Donauweibchen, Lady Heumarkt und der Bürokrat beschützen die Stadt vor Unbill.

WIEN. Eine Überfallserie mit eindeutig übersinnlichem Hintergrund erschüttert Wien: Jungen Frauen, die nachts allein unterwegs sind, wird das Handy entrissen - sonst kommen sie ungeschoren davon. Eine Reihe von Kämpfern für das Gute sind die einzige Hoffnung für die Stadt.

Das ist die Prämisse der neuen Superhelden-Serie ASH - Austrian Super Heroes, deren erstes Heft ab dem Wochenende des 2./3. April in Kiosken, im Buchhandel und natürlich in Comic-Geschäften erhältlich sein wird. Verantwortlich für Idee und Produktion der österreichischen Superhelden-Geschichte ist ein Team aus Zeichnern und Zeichnerinnen rund um den Autor Harald Havas.

"Die Superhelden-Comics kommen alle aus den USA - das muss eigentlich nicht sein, habe ich mir gedacht", sagt Havas über die Entstehung der Idee. "Und dann haben wir uns gefragt, wie so eine Geschichte bei uns aussehen würde." Entstanden ist aus dieser Überlegung ein "kleiner Superhelden-Kosmos" mit den Figuren Captain Austria, Donauweibchen, Lady Heumarkt und dem Bürokrat im Zentrum.

"Captain Austria - eigentlich Captain Austria Jr. - hat seine Kräfte von seinem Vater geerbt. Er ist nicht ganz so stark wie sein Vater, dafür verfügt er über einige technische Hilfsmittel wie Schockstrahlen", sagt Havas. Mit Stärke kann dafür Lady Heumarkt punkten, eine Catcherin mit undurchdringlicher Haut, deren Name an das legendäre Freistil-Ringen am Gelände des Wiener Eislaufvereins am Heumarkt erinnert. Feinsinniger gibt sich das Donauweibchen, laut Havas "eine reale Nixe mit Wasserfähigkeiten, die den Menschen hilft." Ergänzt wird das Team vom Bürokrat, eine undurchsichtige Figur mit überragenden geistigen Fähigkeiten, die sich - dieses Mal - auf die Seite des Guten schlägt.

Superhelden überall - das Genre boomt

Für die Veröffentlichung der ersten vier Hefte hätten sich Havas und sein Team keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können: Superhelden boomen mehr als je zuvor, die großen Häuser Marvel und DC haben allein 2016 sieben Filme am Start (Deadpool und Batman v. Superman - Dawn of Justice sind bereits erschienen, als nächstes wartet Captain America: Civil War). Auch die kleine Leinwand haben die Marvel-Helden mit den Netflix-Adaptionen von Daredevil und Jessica Jones 2015 erfolgreich erobert. Kein Wunder, dass das Wiener Projekt in diesem Klima auf großes Interesse stößt: "Unser Crowdfunding-Aufruf ist auf offene Ohren gestoßen, wir haben unser Ziel zu 200 Prozent erreicht", sagt Havas, "wir haben bereits 200 Abos verkauft, ohne dass noch ein reguläres Heft erschienen ist."

Den Aufschwung der Superheldenepen erklärt Havas sich unter anderem mit dem Ankommen der Geek- und Nerd-Kultur im Mainstream: "Superhelden-Comics gibt es immer schon, und natürlich auch entsprechende Verfilmungen. Aber erstens waren die technischen Möglichkeiten in den 70ern und 80ern noch nicht ausgereift und die Filme dementsprechend wenig glaubhaft - und zweitens werden nun die persönlichen Schicksale der Helden auch mittransportiert. Superhelden-Geschichten sind kleine Dramen, und das nehmen immer mehr Leute ernst, das haben jetzt auch die Regisseure verstanden. Niemand will nur irgendwelche Typen sehen, die in komischen Kostümen rumballern."

Nur Lady Heumarkt spricht Wiener Dialekt

Die österreichischen Superhelden sind ihrem Hintergrund - das erste Heft mit dem Titel "Wiener Blut" spielt in Wien, das zweite in Graz - zwar verhaftet, der Stil soll aber nicht anbiedernd wirken. "Wir sind nicht der Mundl, unsere Figuren sprechen da im Dialekt, wo es passt. Es würden zwar alle 'Sackerl' statt 'Tüte' sagen, aber richtig Wienerisch redet zum Beispiel eigentlich nur Lady Heumarkt, die ein bisschen aus dem Milieu kommt", sagt Havas.

Die erste Serie umfasst vier Hefte, die ein abgeschlossenes Abenteuer erzählen, in jeder Nummer werden aber auch noch ein bis zwei kurze Geschichten im Hintergrund erzählt, etwa über die Entstehung der österreichischen Superheldenszene seit der Nachkriegszeit. Jedes Heft hat 36 Seiten und ein Hardcover.

Mehr Informationen auf der Homepage

Spielen Sie mit!

Die bz verlost drei Ausgaben der ersten Nummer "Wiener Blut". Einfach klicken und mitmachen. Teilnahmeschluss ist der 11. April.

Die Aktion ist bereits beendet!

9
Diesen Mitgliedern gefällt das:
2 Kommentareausblenden
297
Lucia Zeiger aus Innere Stadt | 29.03.2016 | 12:59   Melden
8
Fireflow Bigelow aus Hollabrunn | 04.04.2016 | 12:43   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.