01.07.2016, 11:44 Uhr

Frischekur für die Stuibenfälle

REUTTE/BREITENWANG (rei). Reges Treiben herrschte in den vergangenen Wochen im Bereich der Stuibenfälle und des Ministersteigs. Sanierungsarbeiten wurden durchgeführt. Pünktlich zum Beginn der Sommerferien sind die gröbsten Arbeiten erledigt, ganz fertig ist man aber noch nicht.
Insgesamt werden rund 200.000 Euro investiert, um die Wege und Aussichtspunkte im beliebte Naherholungsgebiet zu sanieren, zu erneuern bzw. sicherer zu gestalten. Die "Fäden" des Projektes laufen beim Tourismusverband Reutte zusammen. Dessen Geschäftsführer, Ronald Petrini, ist froh, dass neben dem TVB auch die Gemeinden Reutte und Breitenwang und die Elektrizitätswerke Reutte zu den Maßnahmen stehen. Ideell und finanziell. Außerdem gibt es Förderungen vom Land. Nur so sind die Maßnahmen umsetzbar.

Rollstuhlgerechter Umbau

Und die sind umfassend. "Teilweise waren die Brücken im vorderen Bereich der Stuibenfälle sehr desolat. Die haben wir ausgetauscht bzw. teilerneuert. Außerdem wird hier noch eine neue Aussichtsplattform errichtet", berichtet Petrini.
Mit diesen Maßnahmen einhergehend wird der vordere Abschnitt, vom Parkplatz bei der "EW-Zentrale" kommend, künftig rollstuhl- und kinderwagengerecht gestaltet.

Neue Aussichtsplattform

Ein echtes Highligt ist inzwischen die Aussichtsplattform hinten im Bereich des ersten großen Wasserfalls. Der alte Bretterzaun, der Besucher vor einem Absturz in die Tiefe sicherte, ist verschwunden. Eine neue Metallplattform, die rund drei Meter über das natürliche Gelände hinaus ragt, wurde errichtet. Ein Geländer aus Maschendraht lässt nun tiefe Einblicke in die enge Schlucht zu. Bänke laden zum Verweilen ein.

Sicherheit hat Vorran

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Auch sonst wurde viel gemacht. Die Wege wurden, wo notwendig, verbessert und sicherer gemacht. Speziell auch im Bereich des "Ministersteiges", der sich in den vergangenen Jahren zunehmend zum beliebten Wanderziel entwickelt hat.
Heutigen Vorgaben entsprechend, wurde teilweise Treppen eingebaut und gefährliche Stellen mit Maschendrahtzäunen gesichert.

Es gibt auch Kritik

Diese Maßnahmen stoßen auch auf Kritik. Speziell in den sozialen Netzwerken wurden diese Sicherungen kritisiert und teilweise für unnotwendig befunden.
"Wir bitten um Verständnis. Der Tourismusverband als Wegerhalter steht in der Haftung. Wir sind verpflichtet, gewisse Normen zu erfüllen", klärt Petrini auf.
Auch er findet nicht jeden Zaun schön und hätte da oder dort lieber einen Holzzaun: "Aber die Zäune müssen einerseits ausreichend Sicherheit bieten und andererseits auch möglichst haltbar sein. Und im Bereich der Stuibenfälle und des Ministersteigs ist es nun einmal eher nass und feucht. Ein Holzzaun würde nicht lange halten."
Jetzt gehen die Arbeiten großteils in die Sommerpause und die Stuibenfälle dienen Einheimischen und Gästen gleichermaßen als Ruhe- und Freizeitzone. Im Herbst will man die letzten Arbeiten erledigen.

Fotos: TVB Reutte
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