28.09.2016, 13:00 Uhr

Schanigärten: Neue Gebühren und Zonenaufteilung soll morgen von der Stadt fixiert werden

Zwar dürfen die Wirte und Kaffeehausbetreiber ihre Schanigärten nun ganzjährig geöffnet halten, müssen dafür aber auch tiefer in die Tasche greifen. (Foto: Elke Grumbach)

Die neuen Tarife für Schanigärten sollen morgen im Gemeinderat beschlossen werden. Die Wirtschaftskammer hofft auf ein Einlenken der Stadt, da die Gebühren zu hoch seien und etliche Gastronomen an den "Rand ihrer Existenz" bringen würden.

WIEN. Das ganze erste Halbjahr 2016 stand in der Wiener Wirtschaftskammer im Zeichen der Winteröffnung für Schanigärten. Nach einer umfassenden Befragung der Betroffenen - der Bogen spannte sich von den Bezirken und Magistratsabteilungen über die Wirtschaftskammer bis zu den Gastronomen und den Wiener Linien - durch die zuständige Stadträtin Renate Brauner (SPÖ), wurde der jahrelangen Forderung der Wirtschaftskammer nach einer ganzjährigen Öffnung der Schanigärten nachgegeben. Im Zuge dieser Diskussion wurden auch die Tarife und Zonen der bestehenden Schanigärten neu gerregelt - zum Leidwesen der Wirte.

"Wir haben durch die Zonenverschiebung einige Härtefälle, zum Beispiel in der Reinprechtsdorfer Straße, der Praterstraße und der Taborstraße. Dort wurde die Gebühr von einem Euro pro Quadratmeter auf zehn Euro angehoben", heißt es aus der Wirtschaftskammer, wo man "fest" an einer Entschärfung der neuen Tarife arbeitet. Fixiert werden diese neuen Regelungen morgen im Gemeinderat; gelten werden die neu beschlossenen Tarife ab 1. Jänner 2017.

Wirtschaftskammer fordert Aufhebung der neuen Zonen

Die Wirtschaftskammer, die die Interessen der Gastronomiebetriebe vertritt, rechnet nun mit einem Einlenken der Stadt bei den Verhandlungen. "Es kann nicht im Interesse der Stadt sein, dass Gastronome an den Rand des finanziellen Ruins gedrängt werden", so die Kammer, die nach Rauchverbot, Registrierkassa und Allergenverordnung genug Druck auf den Wirten sieht.

Die Wirtschaftskammer wird bei der Tagung des Gemeinderats am 29. September unter anderem eine Aufhebung der Zonenverschiebung fordern. "Wir sind zuversichtlich, dass im Rathaus wieder die Vernunft einzieht", so ein Sprecher der Wirtschaftskammer. "Diese Gebühren sind nicht zu akzeptieren!"

Hintergrund

Bericht: Schanigärten bleiben ganzjährig geöffnet
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