30.08.2016, 12:05 Uhr

Sexismusdebatte: Aufregung um neue AIDA-Uniformen

Das sind die neuen AIDA-Uniformen. Die Frauen tragen T-Shirts mit unterschiedlichen Aufdrucken, die Herren sind wie Konditorenmeister gekleidet. (Foto: danberg&danberg./Daniel Millonig)

"Punschkrapferl" oder "Zimtschnecke" steht ab sofort bei vielen Aida-Kellnerinnen quer über die Brust. Die Wahl der T-Shirt-Aufschrift trifft jede Mitarbeiterin für sich.

WIEN. Derzeit ist Aida in aller Munde - allerdings nicht die Torten der Wiener Traditionskonditorei, sondern die neue und angeblich frauenfeindliche Uniform der Kellnerinnen wird heiß diskutiert. "Ja, derzeit geht´s medial und in den sozialen Netzwerken rund. Die beste Werbung! Hätten wir so eine Kampagne geplant - wir hätten es nicht besser machen können", so "Aida"- Pressesprecher Stefan Ratzenberger zur bz.

Die Aufregung: Statt der bisherigen rosafarbigen Uniformen tragen die Kellnerinnen ab sofort weiße T-Shirts mit unterschiedlichen Aufdrucken. Zur Auswahl stehen "I love Vienna", "I love Aida", "I need a coffee", "Chocoholic" sowie die umstrittenen Schriftzüge "Punschkrapferl" und "Zimtschnecke".

Sechs Aufdrucke zur freien Auswahl

"Ursprünglich standen für die Uniform nur die drei Aufdrucke `I love Vienna´, `I love Aida´ und `I need a coffee´ zur Auswahl. Die drei witzigen T-Shirts waren nur als Merchandise gedacht", so Ratzenberger. "Es sind aber sehr viele Kellnerinnen auf uns zugekommen und haben gefragt, ob sie denn nicht auch diese Shirts als Uniformteil haben könnten. Jetzt hat jede Mitarbeiterin von jeden T-Shirt zwei Stück bekommen und sie kann frei auswählen, welches sie tragen möchte."



Übrigens ist die Serviersparte bei Aida nicht mehr in rein weiblicher Hand: Seit rund fünf Jahren verköstigen auch Kellner die Gäste mit süßen Mehlspeisen. Hier hofft der weibliche Gast allerdings vergeblich auf einen Schenkelklopfer in Form eines "Nußstritzel" oder "Schokorolle"-Aufdrucks. "Die männlichen Mitarbeiter sind ab sofort wie Konditorenmeister gekleidet - ohne jeglichen Aufdruck", so Ratzenberger. Schade, eigentlich.
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