22.05.2016, 21:53 Uhr

Bundespräsidenten-Wahl: So entschieden die Wiener Sprengel

Die Mehrzahl der Wiener Sprengel färbt sich gelb: Hier ging Alexander Van der Bellen als Sieger hervor. (Foto: Screenshot/wien.gv.at)

Bei der Stichwahl konnte Alexander Van der Bellen deutlich mehr Sprengel hinter sich vereinen als Norbert Hofer. Wir haben spannende Details gesammelt.

WIEN. Mehr als 1500 Sprengel gibt es in Wien. Und die vorläufigen Endergebnisse sind da. Einige Sprengel konnten umgefärbt werden, in anderen haben die Kandidaten echte Spitzenwerte erzielt. Wir haben interessante Ergebnisse gesammelt. Die gesamte interaktive Grafik gibt es hier.

1. Hofer siegt nur noch in zwei Bezirken
Beim ersten Wahlgang konnte Norbert Hofer in fünf Bezirken die meisten Stimmen erringen - und zwar im 10., 11., 21., 22. und 23. Bezirk. Im zweiten Wahlgang konnte er nur noch den 11. und den 21. Bezirk für sich entscheiden. In beiden konnte er hinzugewinnen. Besonders viel im 21. Bezirk. Im ersten Durchgang hatte er dort 38,2 Prozent. Nun kam er auf 50,7 Prozent.

2. Van der Bellen legt vor allem in der Josefstadt zu
Alexander Van der Bellen kann sich gleich mehrfach über starke Zugewinne freuen. Besonders hoch sind die Zugewinne in der Josefstadt: Dort steigt von 47,6 Prozent auf 77,7 Prozent. Ähnlich zulegen kann er in Mariahilf (von 49,3 auf 76,7 Prozent). Sein stärkster Bezirk bleibt aber Neubau. Dort errang er bereits im ersten Durchgang die absolute Mehrheit (53 Prozent). Nun kommt Van der Bellen auf 80 Prozent.

3. In nur zwei von 1504 Sprengeln gibt es exakten Stimmengleichstand
Und zwar einmal im 13. Bezirk - hier haben in einem Sprengel jeweils 208 Menschen für einen der Kandidaten gestimmt - und einmal im 14. Bezirk. Hier gibt es Gleichstand mit je 191 Stimmen für die Kandidaten.

4. Rote Mehrheiten werden grün
In drei Sprengeln lag beim ersten Wahlgang vor einem Monat die SPÖ voran - und zwar in je einem im 2., 12. und 23. Bezirk. Alle drei gingen im zweiten Wahlgang nun an Alexander Van der Bellen.

5. Auch Griss-Wähler gingen zu Van der Bellen
Irmgard Griss, die nach dem ersten Durchgang Drittplatzierte, konnte vor allem im Westen von Wien überzeugen. Auch ihre Sprengel gingen an Van der Bellen.

6. Ein paar Ausreißer gibt es immer
Der gesamte 2. Bezirk hat für Van der Bellen votiert. Der gesamte? Nein. Ein paar Sprengel sind blau. Ein Sprengel an der Grenze zum 1. Bezirk ist sogar tiefblau. Dort wählten 77,8 Prozent Hofer. Im 14. Bezirk waren es nur zwei Sprengel, die Hofer (wieder) für sich entscheiden konnte. Und zwar beide Male knapp - mit nur etwas mehr als 50 Prozent. Im ersten Wahlgang schnitt Hofer in Penzing in mehreren Bezirken gut ab.
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