09.05.2016, 12:08 Uhr

Schanigärten: Gastronomen stimmen für komplettes Ende der Wintersperre

Peter Dobcak, Obmann der Fachgruppe Gastronomie, Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien und Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft, (v.l.n.r.) wollen den Wirten so viele Freiheiten wie möglich einräumen. (Foto: Rene Wallentin/WKW)

50 Prozent der Wiener Gastronomen und Cafétiers sind für die ganzjährige Öffnung ohne Einschränkungen.

WIEN. Die Wiener Wirte und Cafétiers haben abgestimmt, und zwar über die Art der Lockerung der Wintersperre von Schanigärten zwischen Dezember und Februar. Das Ergebnis: Die Mehrheit - rund 50 Prozent - haben sich für Variante D, also für eine komplette Aufhebung der Wintersperre ausgesprochen. Das Ergebnis wurde nun von der Wirtschaftskammer Wien präsentiert.

Variante D sieht vor, dass die Gastronomen Tische und Sessel das ganze Jahr über aufstellen dürfen. Diese ist damit die liberalste der vier Varianten, über die abgestimmt wurde. "Mir ist wichtig, dass der rechtliche Rahmen so frei wie möglich ist", sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Diese ermögliche auch individuelle Lösungen für einzelne Bezirke. Denn: "Der 1. Bezirk hat eine besondere Herausforderung, die nicht mit anderen Bezirken vergleichbar ist", so Ruck.

Rund 25 Prozent der 7.000 Wirte in Wien haben an der Abstimmung teilgenommen. Auf Platz zwei schaffte es Variante C mit 25 Prozent der Stimmen, gefolgt von Variante B mit 15 Prozent und Variante A mit 10 Prozent.


Heizschwammerl erlaubt

Alle vier Vorschläge erlauben die Beheizung der Schanigärten durch Heizschwammerl. Dagegen haben sich zuletzt die Bezirksvorsteher vom 7., 8. und 9. Bezirk mit dem Argument der Energieverschwendung ausgesprochen. Und auch City-Bezirkschef Markus Figl (ÖVP) ist mit keiner der Varianten zufrieden. Walter Ruck entgegnet diesem Argument ein Zitat von Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ), wonach die Umweltbelastung gering sei.

Doch nicht nur die Wirte durften an der Abstimmung teilnehmen, auch sämtliche Bezirksvorsteher, Angestellte der Magistratsdirektion, Wien Tourismus und die Wiener Linien wurden befragt. Die Fragebögen müssen am Montag, 9. Mai, retourniert werden.
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