10.08.2016, 23:28 Uhr

Heidschi bumbeidschi, schlaf lange

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!

Gedanken zum Sonntagsevangelium ---

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
Ich muss mit einer Taufe getauft werden,
und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist.
Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen?
Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.
Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.
Lk 12,49-53
Eigentlich sollten die Kirchen in diesen Wochen aus allen Nähten platzen.
Ende Juli hatten verführte Jugendliche im Namen des IS einen Priester bei der Messfeier massakriert...und... nix...
Der Katholik schläft,
der Werte beschwörende Politiker nimmt´s als Randnotiz
und die Verteidiger des christlichen Abendlandes wissen nicht was christlich, geschweige denn was oder wie verteidigen...
Zum Verrückt-Werden!
Die christliche Mehrheit überlässt politischen Marktschreiern, üblen Populisten das Feld, schimpft mit über Muslime und deren Frömmigkeit, bekämpft Moschee-Bauten und begrenzt Minarett-Höhen in der Nachbarschaft...
Selber beten, Gott ernst nehmen, sich neu auf den Weg des Glaubens begeben und die Wahrheit mit dem Feuer der Liebe suchen und tun... 90 Prozent Fehlanzeige. Christliches Abendland – gute Nacht!
Feuer wollte Jesus auf die Erde werfen.
Satter Selbstzufriedenheit hat er den Kampf angesagt.
Das bürgerliche Christentum heute hält einen Kritik-Abstand zur Kirche, besserwisserisch… saft- und kraftlos: Religion ja, aber nur zur Behübschung des Lebens. Ein paar zurechtgebogene Gschichtln, aus Bibel, Buddhismus und Esoterik... ohne Konsequenz... kuschelig-ritualisiertes Sofa-Christentum zum Einschlafen...
Die Alten sagten: "Not lehrt beten."
Die Jungen wissen samt der Alten kaum noch wie´s geht - das mit dem Beten.
Wohin geht die Reise in dieser Stunde mit unserer Gottlosigkeit und unsrer dreifachen Faulheit - im Beten, im Miteinander und im Gut-Sein?
Ist noch Glut unter der Asche?
Umkehr und Entschiedenheit sind nötiger denn je:
Aufwachen, Haupt und Hintern erheben –
am Sonntag zum Gottesdienst – und den Feiertag nicht vergessen…
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Mag. Monika Himsl aus Innsbruck | 11.08.2016 | 08:58   Melden
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