25.05.2016, 09:10 Uhr

Bruderschaft St. Christoph feiert 630-Jahr-Jubiläum

Bruderschaftsmesse: Beim Sitz der Bruderschaft St. Christoph wird im Juli das 630-jährige Jubiläum gefeiert. (Foto: Tamerl)

Aus dem Spendentopf der karitativen Vereinigung wurden 820.000 Euro ausbezahlt, darunter jeweils 100.000 Euro an die Murenopfer in See und Sellrain.

ST. CHRISTOPH (otko). Die Bruderschaft St. Christoph feiert im Juli ihr 630-jähriges Bestandsjubiläum. Ursprünglich wurde die Bruderschaft St. Christoph im 14. Jahrhundert von Heinrich Findelkind gegründet, um das erste Hospiz am Arlberg zu bauen. Es sollte eine Zufluchtsstätte bei „Wetterkapriolen“ (schlechtes Wetter) für alle Wanderer, Fuhrleute und Pilger sein, die den Arlberg überqueren mussten. 1961 wurde die Bruderschaft wiedererrichtet. Sie sollte helfen, die abgebrannte Bruderschaftskapelle beim Hospiz in St. Christoph neu aufzubauen. Als 1977 beschlossen wurde, Halbweisen, deren Väter beim Bau des Arlberg Straßentunnels verstorben sind, zu unterstützen, begann die Bruderschaft rasant zu wachsen. Familien in Nöten – ihnen zu helfen, ist das Kernanliegen der Bruderschaft St. Christoph.


Bruderschaftswoche

Vom 3. bis 10. Juli 2016 wird das runde Jubiläum mit der Bruderschaftswoche am Arlberg gebührend gefeiert. Dabei wird ein umfassendes Freizeit-, Sport- und Kulturprogramm geboten. Höhepunkt ist der Bruderschaftstag mit dem Festgottesdienst und der traditionellen Fahrzeugweihe am Sonntag, 10. Juli. Bei trockenen Wetter gibt es dort im Vorfeld auch ein Open Air Konzert (1. Symphonie von Beethoven) mit dem Symphony Orchestra Dnepropetrovsk.


Neuer Präsident

Mitte April 2016 zählte die Bruderschaft St. Christoph 21.342 Brüder und Schwestern. Durch den finanziellen Beitrag der Mitglieder ist es der karitativen Vereinigung möglich zahlreiche Projekte zu unterstützen. Seit 2015 gingen bei der Bruderschaft 972 Ansuchen ein, 672 davon wurden positiv erledigt. 72 Fälle sind noch in Bearbeitung. Von Bruderschaftsrat wurden insgesamt 820.000 Euro ausbezahlt, wobei über die Hälfte als Unterstützung an bedürftige Familien ging. 102.000 Euro wurden aus dem Spendentopf an karitative Vereine, 200.000 Euro an Katastrophenhilfe für die Murenopfer in See und Sellrain sowie jeweils 40.000 Euro für Jugendvereine bzw. Stipendien ausgeschüttet.
Am 4. April wurde vom Bruderschaftsrat Dr. Benno Elbs, Bischof von Feldkirch, als neuer Präsident der Bruderschaft gewählt. Die Neuwahl war notwendig geworden, da der bisherige Präsident Dr. Manfred Scheuer, Bischof von Innsbruck, zum Bischof von Linz bestellt wurde.
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