11.09.2016, 15:06 Uhr

Stein-Balance am Arlberg

Volker Paul gestaltet den Kreisverkehr in St. Anton. Mit unglaublicher Schnelligkeit entsteht eine neue Skulptur.
ST. ANTON (jota). Kein Kreisverkehr in ganz Österreich wird wohl so gestaltet sein, wie jener in St. Anton, den Volker Paul aus Deutschland zu einer Besonderheit werden ließ.
Volker Paul ist ein Genie, ein Künstler, ein Balancer. Er schafft es Steine, die scheinbar schwerelos sind, aufeinanderzuschlichten, ohne umzufallen.
Faszinierend ist seine Arbeitsweise, mit Leichtigkeit legt er Steine übereinander, sie halten wie mit einem unsichtbaren Kleber fixiert. Mit unglaublicher Schnelligkeit entsteht eine neue Skulptur, die absolut in Balance ist.
"Ich sehe die Steine und weiß, wie sie zusammengehören, nachdenken darf ich nicht", erklärt der Künstler, der intuitiv arbeitet und mit 11 übereinandergelegten Bowling-Kugeln einen Weltrekord geschafft hat.
Volker Paul war schon zu Gast bei Stefan Raab, wo sein Talent entdeckt wurde, bei Wetten,dass...? oder in der Wissenschaftssendung Galileo. Einmal habe ein Mathematiker versucht, den Schwerpunkt, den er mit Steinen gelegt habe, auszurechnen. "Es ist unmöglich, berechnen kann man das nicht!"
Filigran und zart wirken seine Gebilde, gleichzeitig halten sie Wind und Stürmen stand. "Kreise oder Bögen können sogar Schnee überstehen", so Volker Paul, der letztes Jahr erstmals am Arlberg war und wiederkommen wird.
Viele St. Anton Besucher haben ihm schon über die Schulter geschaut und sind ins Staunen gekommen. "Das hält ohne Kleber?" ist wohl die meistgestellte Frage an ihn. Ein Kleber würde nie so schnell und so stark halten, wie seine Meisterwerke in der Balance der Schwerkraft. Sie halten nur durch sich selber.
1997 machte Volker Paul sein einzigartiges Talent zum Hauptberuf. "Ich halte auch Vorträge", so Paul, der nicht nur Steine in ihre Mitte bringt, sondern auch Menschen hilft, in die innere Balance zu kommen.
Der Kreisverkehr in St. Anton ist einzigartig, einfach sehenswert.
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