16.06.2016, 09:10 Uhr

Alt-Bgm. Erwin Cimarolli radelte nach Schengen

Nationendenkmal: Alt-Bgm. Erwin Cimarolli mit den politischen Repräsentanten – darunter Bgm. Ben Homan (5. v. re.), Jean-Marie Halsdorf (5. v. li.) und Alt-Bgm. Roger Weber (4. v. li.). (Foto: Gemeinde Schengen)

Das weltberühmte Luxemburger Winzerdorf an der Mosel besiegelte vor zehn Jahren die Europa-Partnerschaft mit Ischgl.

ISCHGL/SCHENGEN (otko). Nach dem 546 Kilometer langen Innradweg von Maloja bis Passau und einer Rom-Pilgerfahrt hat sich der Ischgler Alt-Bgm. Erwin Cimarolli erneut auf's E-Bike geschwungen. Vergangene Woche radelte Cimarolli in sechs Tagesetappen nach Schengen.
Gestartet war er in Ischgl, dann ging es über die Bielerhöhe der Ill-Rhein-Rhein-Route entlang über Friedrichshafen und den Schwarzwald nach Straßburg. Durch das Elsass und Nordfrankreich ging es weiter nach Saarbrücken bis zum Dreiländereck und schließlich über die Mosel nach Schengen. Insgesamt 685 Kilometer hatte der sportliche Altbürgermeister schlussendlich auf dem Tacho.

Rundes Jubiläum

Vor zehn Jahren – am 10. Juni 2006 – wurde in Schengen mit einer großen Delegation aus Ischgl samt Musikkapelle und Schützen bei einem Festakt die Europa-Partnerschaft besiegelt. Der damalige Ischgler Bgm. Cimarolli und sein Luxemburger Kollege Roger Weber sowie Luxemburgs Innenminister Jean-Marie Halsdorf waren die treibende Kraft dahinter. "Als ich für heuer wieder eine Radtour geplant habe, ist mir das runde Jubiläum eingefallen. Ich habe oben meinen Besuch angemeldet und bin genau dem Zeitpunkt angekommen", erzählt Cimarolli. Die Freude bei den Repräsentanten von Schengen sei groß gewesen. Neben dem Bürgermeister Ben Homan und den Mitgliedern des Gemeinderates traf Cimarolli auch den frühen Innenminister und nunmehrigen Abgeordneten Jean-Marie Halsdorf sowie den früheren Sportregierungskommissär Guy Fusenig. "Ich hatte auch eine DVD mit einem Film über den damaligen Festakt dabei. Bei der Vorführung hatten alle eine riesige Freude", so Cimarolli.


"Ischgl-Berg"

Auch einige Überraschungen hat er auf seinem Weg nach Schengen entdeckt: "In Straßburg bin ich zufällig als einziger Tiroler in großes Frauentreffen geraten. 5.000 Frauen radelten aus allen Richtungen in die Stadt." In 4600-Einwohner-Dorf Schengen, wo 1985 das Abkommen zur Abschaffung der nationaler Grenzen unterzeichnet wurde, gibt es neben dem Europadenkmal nun auch die Säulen der Nationen. "Dort ist jeden der 28 EU-Mitgliedsländer ein eigener Metall-Stern gewidmet. Österreich ist mit Kaiser Franz Joseph, Sissi, dem Riesenrad und dem Stephansdom symbolisiert. Ein Berg, mit dem Ischgl-Schriftzug, ist ebenfalls in dem Stern eingegossen", zeigte sich Cimarolli überrascht und zugleich hoch erfreut.
Die Europa-Partnerschaft zwischen Ischgl und Schengen wird in vielfältiger Weise gepflegt. Auch die Neue Musikmittelschule Paznaun ist bereits mit dem Schulchor in Schengen aufgetreten.

Fotos: Gemeinde Schengen/Erwin Cimarolli
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