01.06.2016, 14:03 Uhr

Arbeitsreiches Jahr für die Wasserrettung Landeck

Die Geehrten Michael und Christoph Huber mit Bgm. Wolfgang Jörg, Obmann Wolfgang Huber, Stv. Reinhard Carpentari und StR Jakob Egg (v. l.).

Für Trainings und Ausbildung steht im Tiroler Oberland nur mehr ein Hallenband zur Verfügung. 2015 wurden 607 Einsatzstunden geleistet.

LANDECK (otko). Eine umfangreiche Bilanz präsentierte die Wasserrettung Landeck vergangenen Samstag. Derzeit besteht die Wasserrettung aus 54 Mitgliedern, wovon 24 bis 30 Mitglieder aktiv sind. "2015 war eines der einsatzreichsten Jahre seit Bestehen der Wasserrettung Landeck", betonte Obmann und Einsatzleiter Wolfgang Huber.
Im vergangenen Jahr leisteten die ehrenamtlichen Wasserretter 23 Einsätze: Sieben Bergungen von Wasserfahrzeugen, zwei Personenrettungen, vier Personensuchen, zwei Sachgüterbergungen, fünf technische Hilfseinsätze, zwei Umwelteinsätze und eine Veranstaltungsüberwachng. Dazu kommen auch noch das Training, Ausbildungsstunden, Sitzungen, Besprechungen, Material- und Fahrzeugpflege sowie Büroarbeiten. Mit dem Einsatzfahrzeug wurden 2.497 Kilometer zurückgelegt. Zudem beteiligt sich die Einsatzstelle Landeck mit sechs Personen an der Landeskatastrophenübung in Reutte. "Insgesamt wurden 2015 1.777 Stunden geleistet, davon 607 Einsatzsstunden", bilanzierte Obmann Huber.

Geschlossene Hallenbäder

Wenig erfreut zeigen sich die Landecker Wasserretter über die Schließung der Hallenbades in Nassereith. Auch jene in Telfs und Feichten sind wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. "Uns bricht langsam die Infrastruktur weg. Als Wasserretter brauchen wir Wasser und ein Bad. Für unsere notwendige Ausbildung und das Training steht im Oberland nur mehr das Hallenband in Pettneu mit seinem Sportbecken zur Verfügung. Die Bedingungen sind für uns aber ungünstig, da es nur im normalen Schwimmbetrieb geht", zeigte sich Huber enttäuscht. Zudem können laut Feststellung der Wasserretter die Kinder immer schlechter schwimmen. "Im Freibad Perjen ist wegen des großen Betriebes oft nur am Abend ein Training möglich. Hier bekommen wir in Zukunft ein massives Problem", warnte Huber.

Herrenlose Kajaks

Ein weiteres Problem für die Landecker Wasserretter sind die zahlreichen Fehlalarme wegen herrenloser Kajaks. "Insgesamt neun Mal mussten wir ausrücken, da im Ötztal herrenlose Kajaks herum schwammen. Die Kajakfahrer sind gut ausgebildet und ausgerüstet und kommen selber aus dem Wildwasser heraus", schilderte Huber. Die Leute seien aber sensibilisiert und melden herrenlose Kajaks bei der Landesleitstelle. Dort werde die Rettungskette ausgelöst. "Die Kajakfahrer sollten sich nach dem Kentern aber unbedingt melden, damit nicht unnötige Einsätze gefahren werden müssen. Das Problem ist, dass bei solchen Fehlalarmen die Einsatzmoral nachlassen wird", so Huber.
Im Anschluss wurden langjährige Mitglieder geehrt. Das Mitgliedsabzeichen in Silber (20 Jahre) erhielten Christoph Huber, Michael Huber, Rene Posch und Herbert Schwarz.
Bgm. Wolfgang Jörg und Sportstadtrat Jakob Egg dankten für die hervorragende Arbeit und das große Engagement. Feuerwehrkommandant Stv. Felix Wolf strich die beispielgebende Zusammenarbeit zwischen der Stadtfeuerwehr und der Wasserrettung hervor.
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