05.09.2016, 13:28 Uhr

Bezirks-Feuerwehrverband feiert 125 Jahre

LR Bernhard Tilg mit den Landes- und Bezirksfeuerwehrvertretern (hinten) und den Geehrten.

1891–2016: Dienst am Nächsten, Dienst an der Allgemeinheit – 125 Jahre Bezirksfeuerwehrverband.

LANDECK (joli). Am vergangenen Freitag, gab es Grund zum Feiern. Der Bezirksfeuerwehrverband Landeck traf sich anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums und blickte auf die ereignisreichen Einsatzjahre zurück. Bezirksfeuerwehrkdt. Hermann Wolf konnte u.a. Landesfeuerwehrkdt. Peter Hölzl, Landesfeuerwehrinspektor Alfons Gruber, Bezirksfeuerwehrkdt.-Stv. Hubert Senn, Bezirksfeuerwehrinspektor Thomas Greuter, LR Bernhard Tilg, BR Bgm. Hans Peter Bock sowie die Bürgermeister der Gemeinden begrüßen.
LR Bernhard Tilg betonte in seiner Festrede: "2015 rückten die Feuerwehren 876 mal aus. Der hohe Einsatz der freiwilligen Tätigkeit ist in einem besonderen Glanz zu sehen und die Kameradschaft ist der Grundstein für das Engagement der Feuerwehrmänner und - frauen."

"Helfer im braunen Rock"

Der Bezirk Landeck zählt aktuell 36 Feuerwehren mit 3.579 Mitgliedern. Im Jahr 1890 erfolgte die Gründung des Bezirksfeuerwehrverbandes Landeck – als erster Obmann fungierte k.k. Postmeister Josef Müller. In den letzten 125 Jahren standen 15 Obmänner bzw. Kommandanten dem BFV vor – auch ein Landesfeuerwehrkommandant, Reinhold Greuter, wurde 1993 aus dem Bezirk Landeck gewählt.
Den ersten Großbrand mussten die Wehren am 15.08.1911, als der Dorfkern von Zams in Flammen stand, bewältigen.
Im Jahr 1914 waren 31 Feuerwehren als Mitglied des Verbandes gemeldet. Nach dem zweiten Weltkrieg legte man das Hauptaugenmerk auf die Verbesserung der Ausrüstung, Alarmierung und Neuorganisation der Wehren. Bis 1970 konnten 24 Fahrzeuge, 76 TS und 49 Atemschutzgeräte verzeichnet werden. Zu den Meilensteinen zählt die Anschaffung einer 30-Meter-Drehleiter, die alle Gemeinden des Bezirkes zusammen anschafften.
In den 80er-Jahren wurde erstmals auf das Problem der Tunnelsicherung – damals 30 Kilometer, heute 72 Kilometer – aufmerksam gemacht: "Wir haben im Bezirk Landeck sehr viele Tunnel und gerade die Feuerwehr Landeck hat sich intensiv damit auseinander gesetzt, wie man effizient Hilfe leisten kann und der Bezirk hat sich dementsprechend ausgebildet", betonen der heutige Landesfeuerwehrkdt. Peter Hölzl und Landesfeuerwehrinspektor Alfons Gruber bei der Juiläumsfeier.
Nach dem Lawinenunglück von Galtür (1999) starteten die Wehren in ein neues Kommunikations-Zeitalter. So wurde in der Feuerwehrhalle Landeck eine Bezirkszentrale errichtet, die alle Bezirks-Wehren bei Einsätzen unterstützt. Auch die Jugendarbeit wird zu dieser Zeit immer intensiver und die Ausbildung der Feuerwehrleute wird durch die Eröffnung der Landes-Feuerwehrschule Telfs gefördert.
2015 setzen die Feuerwehren des Bezirkes (als erste in Tirol) die innovative Software "Contwise LISA" zur Lagedarstellung beim Katastrophen-Einsatz in See ein.

Ausgezeichnete FF-Männer

Bei der Jubiläumsfeier wurden Heinz Haim (Zams), Heinrich Heiss (Prutz), Erwin Schnegg (Feichten), Ludwig Lenz (Kaunerberg) und Franz Türtscher (Galtür) mit dem Verdienstzeichen in Bronze geehrt. Herbert Jehle (Ischgl) durfte diese Auszeichnung in Silber entgegennehmen.
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