05.10.2016, 15:40 Uhr

Die Zukunft der Pflege

Die Sozialen Einrichtungen begegnen den anstehenden Veränderungen mit Visionen, konkreten Zielsetzungen und christlichen Werten (Foto: Soz. Einr. d. Barmh. Schw. Zams)

Gesetzliche Veränderungen und neue Herausforderungen im Pflegebereich: Die Sozialen Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern haben aus diesen Herausforderungen ihre Vision für die Zukunft entwickelt.

ZAMS. Schätzungen zufolge leiden in Österreich mehr als 115.000 Menschen an einer Form von Demenz. Bis 2050 wird eine Verdoppelung der Demenzerkrankungen in Österreich prognostiziert. Nur ein Thema, das zeigt: Pflege ist eines der großen Zukunftsthemen unserer Zeit!
Die Sozialen Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern von Zams haben aus diesen Herausforderungen ihre Vision für die Zukunft entwickelt. Für ihre drei Häuser für alte Menschen und zwei für Menschen mit Behinderung setzen sie daher neue Pflegekonzepte um, verändern räumliche Strukturen, realisieren eines der großen Inklusionsprojekte Österreichs in Tirol und investieren stark in die Ausbildung von ihren Mitarbeitern.


Professionalisierung mit christlichen Werten

Die Sozialen Einrichtungen begegnen den anstehenden Veränderungen mit Visionen, konkreten Zielsetzungen und christlichen Werten. „Die Barmherzigen Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul in Zams leben seit über 200 Jahren die Werte der Nächstenliebe und Barmherzigkeit, indem sie sich der Begleitung von hilfsbedürftigen Menschen widmen. Daraus hat sich unser heutiges Unternehmen entwickelt“, erklärt Dr. Carolin Porcham, Geschäftsführerin der Sozialen Einrichtungen. Eine Entwicklung über Jahrhunderte, die stets vorangetrieben wurde. Anlass für aktuelle Prozesse sind äußere Einflüsse wie der demografische Wandel oder neue Gesetze, die zur wichtigen Innovationsquelle wurden. „Wir haben Neuerungen evaluiert und Projekte ins Leben gerufen. Diese geben uns die Möglichkeit, beste Pflege für unsere Bewohner und Klienten umzusetzen, neue Modelle für Betroffene und Angehörige anzubieten und unsere hohen Qualitätsstandards zu festigen und weiter auszubauen“, sagt Dr. Porcham.


Inklusion mit Unterstützung der Gemeinden

So setzen die Sozialen Einrichtungen beispielsweise die UN-Behindertenrechtskonvention in Tirol um. Über 140 Bewohner des Sozialen Zentrums St. Josef in Mils ziehen bis 2020 im Rahmen eines mehrjährigen Prozesses in Kleingruppen für fünf bis zehn Personen um. „Die Zahl der Betreuer bleibt in den kleineren Gruppen gleich. Das ermöglicht eine noch intensivere Begleitung des Einzelnen.“ Wohnfläche ist ein heißbegehrtes Gut: „Es ist uns ein großes Anliegen, gemeinsam mit den Gemeinden von Telfs bis Schwaz geeignete Räumlichkeiten für die neuen Wohngemeinschaften zu finden“, erklärt Porcham. Drei Projekte werden bereits in Hall erfolgreich realisiert.


Hochaltrigkeit mit Weitblick begegnen

„In unseren Häusern sind aktuell 60 bis 70 Prozent der Bewohner dement. Ab einem bestimmten Punkt ist die Belastungsgrenze pflegender Angehöriger oftmals erreicht und der Ruf nach professioneller Betreuung wird immer lauter“, sagt Ruth Weiskopf, M.Sc. zuständig für Pflegekonzeption und Wissensmanagement. Wichtig sei die Aufklärungsarbeit: „Es gibt nicht nur Pflege zu Hause oder im Heim. Wir bieten zum Beispiel auch Case- und Caremanagement an, also temporäre Unterstützung.“ Teil der Entwicklungsschritte sind auch Umbauten in den Häusern in Schwaz und Lochau, die Innovationen Raum geben sollen: „Während man früher auf Einzelpflege in den Zimmern gesetzt hat, brauchen wir heute große Gemeinschaftsräume und Platz für ein Miteinander. Diese neuen Ansätze in der Pflegewissenschaft machen auch räumliche Änderungen notwendig“, ergänzt Weiskopf.

Über die Sozialen Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern von Zams

Zu den Sozialen Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern von Zams gehören österreichweit fünf Häuser zur Betreuung und Begleitung von Menschen, die Unterstützung brauchen. Gemäß dem Grundsatz „Halt geben – mit Freude leben“ steht in allen Sozialen Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern von Zams der Mensch im Mittelpunkt und an erster Stelle.
Die Einrichtungen auf einen Blick:
• Jesuheim / Lochau (Vorarlberg)
• Haus zum Guten Hirten / Hall (Tirol)
• Weidachhof St. Josef / Schwaz (Tirol)
• Soziales Zentrum St. Josef / Mils (Tirol)
• Marienhof / Maria Saal (Kärnten)
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