06.07.2016, 15:05 Uhr

Fließ wird zum Schmetterlingsdorf

Forschungskooperation – Schmetterlingsdorf Fließ: DI Dr. Ernst Partl (GF, Naturpark Kaunergrat), Dr. Peter Huemer (Tiroler Landesmuseen) und Bgm. Hans-Peter Bock.

Gemeinsam mit den Tiroler Landesmuseen schloss der Naturpark Kaunergrat eine Kooperation für die Erforschung von Schmetterlingen.

FLIEß (joli). Der Naturpark Kaunergrat gehört mit seinen Trockenrasen in Fließ und Kauns-Kaunerberg-Faggen, aber auch mit seinen vielfältigen Magerwiesen und Bergmähder zu einem besonderen Ort der Artenvielfalt – insbesondere wenn es sich um Schmetterlinge, Wildbienen und Käfer handelt.
So war es nicht verwunderlich, dass sich zahlreichen Insektenforscher im Rahmen des "36. Freundschaftlichen Treffens der Entomologen der Alpe Adria Länder" im Naturpark Kaunergrat trafen.
Über 70 Interessierte, darunter wissbegierige Laien wie auch Wissenschaftler, aus Österreich und anderen Ländern wie Deutschland, Groß Britanien, Slowenien, Italien, Ungarn, Kroatien und Tschechien trafen sich am Kaunergrat zum Wissensaustausch und führten gemeinsam Felderhebungen durch.
Das Treffen wurde von Dr. Peter Huemer, Kustor der Naturwissenschaflichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen, organisiert: "Wir konnten alleine 160 Schmetterlinge bei der Nachtbesichtigung am Piller zählen."
Im Rahmen dieser Tagung wurde eine Forschungskooperation zwischen den Tiroler Landesmuseen und dem Naturpark Kaunergrat rund um das Thema Schmetterlinge unterzeichnet.

Fließ – Das Schmetterlingsdorf in Tirol

Bei der Forschungskooperation sollen die vielfältigen Lebensräume (Magerwiesen, Bergmähder, Niedermoore, Trockenrasen) des Naturparkes Kaunergrat hinsichtlich ihrer Schmetterlings-Vielfalt erfasst werden.
Insbesondere soll Fließ mit seinen seltenen Trockenrasen (Natura 2000-Gebiet und Umland) als Hot-Spot der Biodiversität über die Grenzen Tirols hinaus bekannt gemacht werden.
"Das Schmetterlingsdorf wird sich sicher auch touristisch positionieren lassen", erklärt Huemer und Naturpark Kaunergrat Geschäftsführer DI Dr. Ernst Partl ergänzt: "Der Schmetterling ist ein Symbol für die Vielfalt in unserer Region."
In zwei bis drei Jahren soll nun auch die akuelle Ausstellung durch Sehenswertes rund um die Schmetterlinge am Kaunergrat ausgetauscht werden: "Wir haben fast zehn Jahre unsere Ausstellung im Naturparkhaus unverändert gelassen. Jetzt möchten wir Platz für Neues schaffen", so Bgm. Hans-Peter Bock.
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