19.09.2016, 10:57 Uhr

IQ-Projekt bietet Starthilfe im Lehrberuf "Einzelhandel"

AMS GF A. Kern, Koord. E. Samwald, A. Glatz (Trainerin), Günther Stürz (AMS), S. Wilhelm (Trainerin) und Martin Straganz (ibis acam).

Learning by doing – Jugendliche führen mit ihren TrainerInnen das IQ-Geschäft in der Urichstraße.

LANDECK (joli). Das seit März 2015 geführte Geschäft IQ in der Urichstraße ist ein spezielles Ausbildungsprojekt für Jugendliche, das von "ibis acam" geführt wird. Hier können Dinge des täglichen Bedarfs, Handgefertigtes und Raritäten aus der Region erworben werden. Seit Sommer fungiert das Geschäft auch als DHL-Paketpartner. Beim Tag der offenen Tür vergangene Woche erläuterte IQ-Projektkoordinatorin Elisabeth Samwald das Projekt näher: „Das Projekt, das in Wörgl und Innsbruck (seit 13 Jahren) und auch in Lienz umgesetzt wird, bietet Jugendlichen, die auf Grund verschiedenster Ursachen kaum Chancen auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz haben, die Möglichkeit, eine Ausbildung zu beginnen und später in eine externe Lehre in einem Betrieb zu wechseln. Das Projekt IQ ist somit ein Sprungbrett in einen externen Betrieb.“
Eine erste Zwischenbilanz zeigt, dass seit Beginn von 29 Jugendlichen bereits 19 als Lehrling im Beruf Einzelhandelskauffrau/-mann im Bereich Lebensmittel aufgenommen werden.

Jugendliche unterstützen

„Für jene, die sich schwerer tun, gibt es bewährte Angebote im Rahmen der Ausbildungsgarantie, gemeinsam beauftragt und finanziert von AMS Tirol und Land Tirol. Ich freue mich, dass mit dem IQ-Projekt am Standort in Landeck eine Lücke geschlossen werden konnte und Jugendliche aus dem Tiroler Oberland, die den Sprung auf eine betriebliche Lehrstelle noch nicht schaffen konnten, die bewährte und erfolgreiche Unterstützung erhalten“, so AMS-Tirol GF Anton Kern.

Entwicklungschance bieten

Voraussetzung für eine integrative Lehre bei "ibis acam" ist ein fehlender oder negativer Abschluss der Neuen Mittelschule, ebenso sonderpädagogischer Förderbedarf oder verschiedene persönliche Gründe, die eine erfolgreiche Lehrstellensuche bisher nicht möglich gemacht haben.
Das Besondere am Projekt IQ ist die individuelle Förderung jedes einzelnen Jugendlichen. Vordergründig werden soziale Kompetenzen geschult und persönliche Defizite ausgeglichen. Das praktische und theoretische Fachtraining wird während der gesamten Lehrzeit ergänzt durch persönliche Betreuung durch die Trainerinnen Sara Wilhelm und Ardita Glatz. Zusätzlich wird außerhalb des Fachtrainings, das entweder in der Gruppe oder in Einzelarbeit durch Simone Huber stattfindet, individuelle Lernhilfe angeboten.
Die Ausbildungsdauer der Lehrlinge im Projekt IQ beträgt vier Jahre, das zusätzliche Ausbildungsjahr verschafft den Lehrlingen mehr Raum für Persönlichkeitsreife, zum Erwerb von Kernkompetenzen und zum Aneignen von Fachwissen. In begründeten Fällen ist auch eine Teilqualifizierung möglich, sodass auch für Lehrlinge mit besonderem Förderbedarf ein Teilabschluss möglich ist.

IQ Öffnungszeiten

Mo–Do, 8–17 Uhr & Fr, 8–13 Uhr
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