20.03.2016, 18:53 Uhr

Klare Worte bei Bezirkstrophäenschau

BJM Hermann Siess, LH Günther Platter und BH Markus Maaß.
ST. ANTON (jota). 1709 Trophäen wurden bei der Bezirkstrophäenschau in St. Anton gezeigt, insgesamt wurden im letzten Jahr 3852 Stück Schalenwild erlegt. Klare Worte fand BJM Hermann Siess bezüglich des neuen Verordnungsentwurfes zur Waldverjüngungsdynamik.
"Die Abschusserfüllung könnte besser sein, die Qualität beim Abschuss ist gut", so Siess über die Abschusszahlen. Allerdings gibt es Reviere, die nur beim männlichen Abschuss positiv auffallen und beim weiblichen taktieren", erklärte Siess. Diese werden heuer seitens der Behörde mit Maßnahmen rechnen müssen.
BH Markus Maaß verglich die Zahlen zwischen 2006 und 2015. "Es gibt im Vergleichszeitraum 300 Stück mehr Rotwild im Sommerstand, aber es wurden 2015 um 250 Stück weniger erlegt. Das bedeutet keine Reduktion des Rotwildes im Bezirk Landeck", so der Bezirkshauptmann. "Bei den Abschussplänen hat man fast alle Wünsche der Jäger erfüllt und nichts vorgeschrieben, trotzdem ist die Abschusserfüllung nicht erfreulich!"
Bezüglich TBC gibt es keinen Fall im Bezirk, was das Wild betrifft. "Im oberen Stanzertal und Paznaun wurde jedes Stück Kahlwild untersucht, zusätzlich 10 alte Hirsche", so Maaß, der auch weiterhin an die Jägerschaft appelliert, diese freiwilligen Untersuchungen durchzuführen, was von diesen zugesichert wurde.
Die Zusammenarbeit zwischen Behörde und Jagd funktioniere sehr gut.
Kritikpunkt ist der Verordnungsentwurf zum Jagdgesetz. "Wir lehnen diesen Entwurf ab, denn konkrete Maßnahmen für jagdlichen Handlungsbedarf soll weiterhin von unabhängigen Personen der Behörde durchgeführt werden", kritisierte Siess. "Es kann auch nicht sein, dass nur der Wildeinfluss verpflichtend berücksichtigt wird, was die Verjüngungsmaßnahmen im Wald betrifft. Vertrocknung oder Verkrautung können genauso eine wichtige Rolle spielen und das muss ebenfalls aufgenommen werden", erklärte Siess.
LJM Anton Larcher sah die Verordnungsnovelle ebenfalls kritisch. Auch stellte er sich gegen die "aggressive Anti-Jagdorganisationen", denen es um die Abschaffung des Jagens ginge.
LH Günther Platter betonte, dass man über einen Verordnungsentwurf diskutieren kann und sich jeder einbringen soll. "Ein Entwurf wird immer für Diskussionen sorgen", so Platter, der auch hinter der Jägerschaft steht. "Die Jagd gehört zur Landeskultur und hat in Tirol einen hohen Stellenwert, auch in der Politik!"
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