19.09.2016, 11:21 Uhr

Murenkatastrophe: Experten erarbeiten Schutzmaßnahmen

Bei der Sanna soll ein Schutzdamm geschüttet werden.

An den drei von der Murenkatastrophe betroffenen Bäche in Grins, Pians und Landeck werden Sofortmaßnahmen umgesetzt.

GRINS/PIANS/STRENGEN (otko). Bei den drei von den Muren betroffenen Wildbächen – Mühl-, Latten- und Dawinbach – werden als Sofortmaßnahmen Projekte ausgearbeitet. "Derzeit sind die Maßnahmen noch etwas grob und wir haben unterschiedliche Verbauungen in den Bächen. Zudem wurden diese auch unterschiedlich in Mitleidenschaft gezogen", betont WLV-Experte Gebhard Walter. Im Lattenbach in Pians seien einige Sanierungen an Leitwerken zu machen, wobei der Mündungsbereich noch untersucht werden müsse. Beim Mühlbach in Grins sei das Leitwerk oberhalb der Bundesstraße zu erneuern und der Mündungsbereich zu sichern. Auch im Bereich des E-Werks in Grins sei die alte Sperre komplett zerstört worden. Beim Dawinbach in Strengen gelte es die Ufermauer zu erhöhen. "Alle drei sind klassische Wildbäche. Durch ihr steiles Gefälle und die beengten Platzverhältnisse im Tal gibt es keine Möglichkeiten für Rückhaltebecken", erklärt Walter.
Auch die Verbauung und Sicherung des Gewerbegebiets in Grins hat hohe Priorität. Bereits 2005 war das Gebiet vom Hochwasser betroffen. Ein gemeinsames Schutzprojekt von WLV und der Abteilung Schutzwasserwirtschaft soll ausgearbeitet werden. Ein massiver Schutzdamm an der Sanna soll geschüttet werden.
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