21.09.2016, 14:42 Uhr

Tschirgant- und Fernpass-Scheitel-Tunnel: Petition an LH Günther Platter übergeben

Christian Strigl (WK-Reutte), BRin Sonja Ledl-Rossmann, NRin Elisabeth Pfurtscheller und Josef Huber (WK-Imst) übergeben die Resolution an LH Günther Platter. (Foto: WKO)

Geballte Kraft aus dem Oberland und Außerfern

OBERLAND/AUßERFERN. Über 90 Prozent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie zahlreiche Wirtschaftstreibende aus den Bezirken Imst, Landeck und Reutte unterstützen unsere Petition Ausbau der Fernpass-Route“, freuen sich NRin Liesi Pfurtscheller und BRin Sonja Ledl-Rossmann über den großen Erfolg. „Besonders freut uns, dass es erstmals – nach langen Jahren der Diskussionen – gelungen ist, eine sehr breite, parteiübergreifende Allianz für die beiden Tunnel zu schmieden. Das zeigt, wie groß die Zustimmung ist, aber auch die Bedeutung die diese Projekte für die komplette Region hat“, weiß Pfurtscheller.
Sowohl der Tschirgant- als auch der Fernpass-Scheiteltunnel sind planerisch so weit gediehen, dass eine Umsetzung in den nächsten Jahren möglich und sinnvoll ist. Die Bürgermeister und die Wirtschaft der Bezirke Reutte, Imst und Landeck fordern daher mit allem Nachdruck, die Arbeiten zur Entlastung der Bevölkerung sowie Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft entlang der Fernpass-Route unverzüglich weiterzuführen und den Beginn der Bauarbeiten mit Nachdruck voranzutreiben.
Als nächstes wird die Petition im Nationalrat eingebracht werden, erklärt man die weitere Vorgehensweise. Der Grund für die Einbringung der Petition auch an den Bund, ist ein einfacher: „Den Fernpass-Scheitel-Tunnel kann das Land Tirol ohne Unterstützung des Bundes finanzieren. Hier gibt es auch schon positive Signale“, erklärt BPO BRin Ledl-Rossmann.
„Die Planungen für den Fernpass-Scheitel-Tunnel sind schon relativ weit voran geschritten", so LH Günther Platter anlässlich der Übergabe: „Derzeit werden Probebohrungen am Fernpass durchgeführt."

Ausbau muss kommen

„Die Fernpass-Route ist zu einem Nadelöhr geworden, welches beinahe wöchentlich für massive Verkehrsbehinderungen für uns Oberländer und Außerferner, unsere Betriebe und unsere Gäste sorgt“, berichten die WK-Bezirksobleute Christian Strigl (Reutte), Joe Huber (Imst) und Anton Prantauer (Landeck).
Durchschnittlich queren pro Tag mehr als 12.000 Fahrzeuge den Fernpass, in Spitzenzeiten sogar mehr als 30.000. Überlastungen und Staus sind damit automatisch vorprogrammiert. Der Fernpass ist aber nicht nur für den Tourismus von größter Bedeutung. „Auch für alle anderen Branchen in der gesamten Region und deren wirtschaftliche Entwicklung ist die Straße die Lebensader schlechthin“, halten die Wirtschaftsvertreter fest.
„Der Tschirgant-Tunnel jedoch hat eine Länge und damit ein Kostenvolumen, das nur der Bund, sprich die ASFINAG, finanzieren kann. „Deshalb ist es unser wichtigstes Bestreben, dass der Tschirgant-Tunnnel wieder in den langfristigen Rahmenplan der ASFINAG aufgenommen wird“ so NRin Pfurtscheller, die im Verkehrsausschuss in Wien tätig ist. „Wenn das gelingt und die diversen Vorarbeiten zum Projekt zügig durchgeführt werden, kann es mit der Umsetzung unter Umständen auch schnell gehen, wenn beispielsweise ein anderes, vorher gereihtes Projekt ausfällt“, weiß Pfurtscheller.
„Mit den Unterschriften von nahezu allen Bürgermeistern aus den drei Bezirken Imst, Landeck und Reutte sowie der Unterstützung vieler wirtschaftlicher Leitbetriebe wollen wir den politischen Druck erhöhen und zeigen, dass die Region mit einer Stimme spricht und geschlossen hinter diesen zwei Tunnelprojekten steht“, so die zwei Außerferner Abgeordneten, und weiter: „Unser großer Dank gebührt auch der Wirtschaftskammer Tirol, die unsere Petition mit großer Zustimmung vieler Leitbetriebe aus der Region unterstützt hat“, so Ledl-Rossmann und Pfurtscheller abschließend.
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