06.04.2016, 15:50 Uhr

Zams will Barrieren abbauen

Gemeinde Zams verbessert in die Barrierefreiheit: Ingrid Kolp, Isabella Tschallener und Petra Lehmann-Gerstgrasser (v. l.). (Foto: regioL/Sandra Careccia)

Im Rollstuhl sitzen und in Zams leben und sich bewegen wird immer einfacher. Die Gemeinde Zams schaut auf die Bedürfnisse ihrer Einwohner jeden Alters und investiert Geld für ihr Wohlbefinden.

ZAMS. Aufgrund von Anregungen durch DI Sandra Careccia vom Regionalmanagement regioL an das Bauamt der Gemeinde Zams wurden neuerlich weitere Maßnahmen für die Barrierefreiheit und Sicherheit umgesetzt, dieses Mal besonders im Dorfzentrum.
Die Verbesserungsvorschläge wurden von Bauamtsleiter Ing. Norbert Grissemann sehr offen und verständnisvoll aufgenommen. Vom Bauamtsleiter wurden dann auch die Maßnahmen umgehend in dem zuständigen Planungsausschuss entsprechend vorgebracht und argumentiert. Im Herbst 2015 wurden dann schließlich die baulichen Maßnahmen umgesetzt.
Von der Kirche über die Tankstelle, bis zum Café Wachter und zum Pavillon wurden die Verbindungswege und Straßen neu asphaltiert, sodass alle gefährlichen tiefen Fugen eliminiert wurden. Dort wo vorher nur Stufen waren, wurden Rampen errichtet.
„Das Dorfzentrum ist das Herzstück jeder Gemeinde und diese Maßnahmen führen zu Selbständigkeit und sichere Bewegung-Möglichkeit“, sagt Bürgermeister Siggi Geiger .
Auch bei den Zebrastreifen vor der Kirche und zur Gemeinde wurden die abgenutzten Randsteine asphaltiert. Jetzt kann man sicherer und ungefährlicher die Zebrastreifen überqueren.

Alle profitieren

„Von der Barrierefreiheit profitieren vielen Familien im Dorf“, so Geiger. In vielen Familien gibt es eine Oma oder einen Opa, die/der im Rollstuhl sitzt oder nur mit Hilfe ihres Rollators gehen kann, oder Eltern, die mit Kinderwagen unterwegs sind.
Auch die Kinder, die mit ihren Rollern oder Skateboards auf den Wegen durch das Dorfzentrum fahren, profitieren von den durchgeführten Maßnahmen.
Für diese Menschen ist ein barrierefreies Dorfzentrum notwendig, für alle anderen komfortabel und sicherer.


Barrierefreies Denken

Natürlich gibt es immer noch viel zu tun und zu verbessern. Pionierin auf diesem Gebiet ist sicher Ingrid Kolp gewesen, die schon lange im Rollstuhl sitzt und sich immer für ein barrierefreies Denken im Dorf und bei der Gemeinde engagiert hat.
Aber: „Barrierefreiheit ist nicht nur ein Ziel, sondern auch ein Prozess“, sagt Arch. Sandra Careccia von regioL, die für die Gemeinde die kostenlose Erstberatung zum Thema Barrierefreiheit angeboten hat. „Und mit der Gemeinde Zams haben wir uns auf diesen Weg gemacht“.
Bereits im Sommer 2015 haben die Venet Bergbahnen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt um die Erschließung barrierefrei zu gestalten. Es wurden ein geräumiger barrierefreier Lift in der Talstation und in der Gipfelhütte gebaut. Jeder, egal ob mit Rollstuhl, mit Stock oder mit Kinderwagen, kann jetzt problemlos die Gondel vom Parkplatz aus erreichen und selbstständig in die Bergstation gelangen.
Durch die zertifizierte Expertin Sandra Careccia bietet regioL auch Planern und Architekten im Bezirk Landeck eine kostenlose Erstberatung zu diesem Thema an, um sie bei der Planung von barrierefreien touristischen Einrichtungen im Bezirk zu unterstützen. Mehr Infos dazu: www.terraraetica.eu/barrierefrei
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