27.05.2016, 09:10 Uhr

"Umsetzen, was leistbar ist"

Bürgermeister Martin Auer hat in den nächsten mehrere Großprojekte abzuwicklen.

Der neue Tobadiller Dorfchef Martin Auer spricht über die anstehenden Projekte und Visionen.

TOBADILL (otko). Die Bürgermeisterwahl am 28. Februar bot in Tobadill viel Spannung. Im ersten Wahlgang konnte sich noch keiner der drei Bewerber durchsetzen. Als einzige Gemeinde im Bezirk war in Tobadill eine Bürgermeister-Stichwahl notwendig, wo sich Martin Auer mit 61,42 Prozent (207 Stimmen) klar gegen seinen Mitbewerber durchsetzte. Im elf-köpfigen Tobadiller Gemeinderat hat die Liste "Miar für Tobadill" des neuen Bürgermeisters allerdings nur vier Mandate.
Der 44-jährige Auer ist seit sechs Jahren in der Kommunalpolitik tätig und gehörte dem Gemeinderat bereits eine Periode lang an. Im Brotberuf ist er Außendienstmitarbeiter bei der Firma Rosenbauer. Zudem ist er als Tobadiller Lift-Geschäftsfürhertätig. Im Gespräch mit den BEZIRKSBLÄTTERN gab Auer einen Einblick in die Zukunft der Gemeinde.

Großprojekte stehen an

"Als Lift-Geschäftsführer hatte ich bereits viel der Gemeinde zu tun. 2010 bin ich dann vom damaligen Bürgermeister gefragt worden, ob ich auf seine Liste will. Natürlich hab eich gesehen, dass man im Dorf ein bisschen was bewegen kann, wenn man vorne dran ist", schildert Auer seinen Weg in die Kommunalpolitik. Im Gemeinderat sind drei Listen vertreten. "Die Zusammenarbeit funktioniert gut", betont der Dorfchef. Außer Donnerstags ist er am Vormittag zwei bis drei Stunden auf dem Gemeindeamt für die Bürger anzutreffen.
In der finanzschwache Gemeinde – der Verschuldungsgrad liegt seit Jahren über 100 Prozent – mit einem Budget von 1,6 Mio. Euro stehen aber mehrere Großprojekte an. Bei der Umsetzung ist die Gemeinde aber auf Bedarfszuweisungen des Landes angewiesen. Das Kanalprojekt nach Wiesberg schlägt sich laut Auer mit 720.000 bis 750.000 Euro zu Buche. Beim geplanten Trinkwasserkraftwerk, das zusammen mit der Gemeinde Pians umgesetzt werden soll, ist aber noch nichts verhandelt. "Ein Verband wurde gegründet, aber es ist noch nicht alles klar. Erst dann können wir das Projekt einreichen", schildert Auer die weitere Vorgehensweise. Ein weiteres Großprojekt ist die komplette Sanierung des Gemeindehauses. "Hier braucht es einen Masterplan für die gesamte Periode. Schlussendlich müssen wir sehen, was wir von der BH alles genehmigt bekommen", unterstreicht der Dorfchef.

Keine Versprechungen

Über weitere Visionen gibt sich Auer aber eher zurückhaltend: "Zuerst müssen wir die genannten Großprojekte umsetzten und wenn es erledigt ist, dann schauen wir weiter." Ein Thema bleibt aber das leistbare Wohnen. "Die Bevölkerung ist ein bisschen gewachsen und es gibt derzeit kein Problem mit der Abwanderung. Auch mit den 13 untergebrachten Flüchtlingen gibt es keinerlei Probleme", weiß Auer. In Wiesberg soll zudem ein kleines Gewerbegebiet forciert werden. Auch eine Bodenaushubdeponie wäre wünschenswert.
"Ich werde aber den Leuten für die Zukunft nicht irgendwelche Sachen versprechen. Wenn Mittel da sind, werden Kleinigkeiten umgesetzt", verweist der Tobadiller Dorchef.
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