16.09.2016, 14:10 Uhr

Zivilschutzalarm: Bessere Informationen nötig

Anfang Oktober findet wieder der alljährliche Probealarm statt.

Der ausgelöste Zivilschutzalarm nach der Murenkatastrophe in Grins sorgte in Landeck für einige Irritationen. Informationsfluss soll verbessert werden.

LANDECK (otko). Der ausgelöste Zivilschutzalarm im Raum Landeck bei der Murenkatastrophe in Grins wurde auch bei der Landecker Gemeinderatssitzung nochmals diskutiert. Viele Leute konnten mit den Signalen nichts anfangen und gerieten in Angst. Einige glaubten auch, dass der Staudamm im Kaunertal gebrochen sei – die BEZIRKSBLÄTTER berichteten.
Bgm. Wolfgang Jörg berichtete nochmals über den Einsatz in der Nacht vom 10. auf 11. September 2016. Aufgrund des Murenabgangs des Mühlbachs in die Sanna und die Stauung des Flusses wurde ein Schwall befürchtet. "Es war wichtig und richtig, dass der Alarm gegeben wurde und 73 Leute evakuiert wurden", so Jörg. Die Informationen seien umgehend an die Medien weitergeben und auf der Homepage der Leitstelle Tirol publiziert worden. "Auf Ö3 und in der Antenne Tirol wurde es in den Nachrichten umgehend gebracht. Radio Tirol hat aber keinen 24-Stundendienst bei den Nachrichten", informierte Jörg. Auch die Feuerwehr Landeck hatte die Warnung samt Informationen auf ihrer Facebook-Seite publiziert und verzeichnete bis 24 Uhr rund 88.000 Zugriffe (bis Sonntagabend 95.000 Zugriffe). "Natürlich gilt es alles nochmals aufzuabreiten und nachzubesprechen", so der Stadtchef.

Regionale Hausaufgaben gemacht

GR Manfred Jenewein (SPÖ) wünscht sich künftig bessere Informationen: "30 Leute sind auf die Trams gefahren. Die meisten Senioren hören Radio Tirol und dort ist nichts gekommen."
Für Vizebgm. Thomas Hittler (ÖVP) gibt es aber auch eine Hohlschuld seitens der Bürger. "Es gibt immer wieder Probealarme und hier gelte es die Informationen zu verbessern. Die Einsatzkräfte haben vorbildlich gearbeitet, aber es wurde auch viel Blödsinn verbreitet", so Hittler.
Stadtrat Mathias Niederbacher (SPÖ) betonte, dass es sich um eine absolute Akkutsituation gehandelt habe. "Nach der Zivilschutzalarmierung wurden sofort das Telefon im Rathaus und in der Bezirksleitstelle besetzt. Wir haben unsere regionalen Hausaufgaben gemacht", verwies Niederbacher.
Auch Stadtrat Roland König (FPÖ) plädierte für eine besser Kommunikation und regte an eine Beilage über die Alarmen in die nächste Gemeindezeitung zu geben.
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