21.03.2016, 09:20 Uhr

AMS Landeck: Positive Signale am Jobmarkt

AMS-Leiter Günther Stürz sieht einen Aufwärtstrend am regionalen Arbeitsmarkt. (Foto: Archiv)

2015 betrug die Arbeitslosenquote im Bezirk Landeck 10,3 Prozent – durchschnittlich waren 2.226 Arbeitslose gemeldet.

LANDECK (otko). AMS-Leiter Günther Stürz zog vergangenen Dienstag Bilanz über das Jahr 2015 und gab einen Ausblick auf das heurige Jahr. "Der Bezirk Landeck hat mit 10,3 Prozent zusammen mit dem Bezirk Lienz eine der höchsten Arbeitslosenraten in Tirol", berichtet AMS-Leiter Günther Stürz in seinem Jahresrückblick. Gegenüber 2014 gab es aber einen Rückgang von 0,2 Prozent. Insgesamt waren im Schnitt 2.218 Personen arbeitslos gemeldet.
"Negativ wirkt sich der saisonale Arbeitsmarkt aber dahingehend aus, dass im Mai und November Spitzenwerte bei der Arbeitslosigkeit erreicht werden. Dann kratzt der Bezirk jeweils an der 20-Prozent-Marke", erklärt Stürz. Im Mai landete der Bezirk Landeck mit 19,1 Prozent in der österreichweiten Statistik gleich hinter Wien auf Platz zwei.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr von AMS Landeck 25,2 Millionen Euro an Unterstützungen (Arbeitslosengeld) ausbezahlt.

Geringe Langzeitsarbeitslosigkeit

"Im Vergleich der Bezirke in Tirol hat unser Bezirk mit Imst und Reutte die kürzeste Vormerkdauer in der Arbeitslosigkeit mit 61 Tagen zu verzeichnen", zeigt sich Stürz erfreut. Bei den Jugendlichen ist die Arbeitslosigkeit um 4,7 Prozent gesunken. Im Gegensatz zu den strukturschwachen Bezirken gibt es in Landeck aber weniger Langzeitarbeitslosigkeit: Im Schnitt waren hier 33 Arbeitslose registriert. Zugenommen hat die Arbeitslosigkeit aber bei den Ausländerinnen (+3 Prozent) und bei den über 50-jährigen.

Aufwärtstrend spürbar

Bei den gemeldeten offenen Stellen gab es 2015 eine satte Zunahme von 30,4 Prozent. "Das ist ein positives Signal für den Aufwärtstrend und im Moment schaut es nicht schlecht aus. Auch die Wintersaison verläuft gut. Zudem stehen 2016 einige größere Projekte an, die sich positiv auf den regionalen Arbeitsmarkt auswirken", verweist Stürz.
Dazu zählen untere anderem der Ausbau des Krankenhauses Zams, der Perjentunnel, das GKI, Lantech II oder die Sanierung des Arlbergstraßentunnels. "Die Strukturschwäche im Bezirk Landeck bleibt aber generell und ist ein längerfristiges Problem. Hier bräuchte es mehr Ganzjahresstellen", weiß der AMS-Leiter.

Mangelware Lehrlinge
Durchschnittlich neun vorgemerkten Lehrstellensuchenden standen 132 offene Lehrstellen gegenüber. "Einerseits merken wir bereits den demografischen Wandel und andererseits besteht ein gesellschaftlicher Druck eine höhere Schule zu besuchen", resümiert Stürz. Die Chance eine gute Lehrstelle zu finden sei so groß wie noch nie.
Im Jahresdurchschnitt waren 129 Personen in Schulungen. "Heuer haben wir wieder mehr Geld für Schulungen und ein Schwerpunkt bilden Deutschkurse für Nichtmuttersprachler", betont Stürz.
Das AMS Landeck hat 2015 insgesamt 2,125 Millionen Euro (2014: 2,375 Mio. Euro) an Förderungen ausbezahlt.
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