22.08.2016, 14:16 Uhr

Berglandwirtschaft muss unterstützt werden

T. Thoni, Bauernbunddir. Peter Raggl, Bauernbundobm. E. Monz, Minister A. Rupprechter, LH-Stv. J. Geisler und Bgm. R. Schuchter.

Kürzlich besuchte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter für einen Lokalaugenschein den Bezirk Landeck.

PFUNDS/GREIT (joli). Der Fokus seines Besuches lag darin, "um auf die Landwirtschaft, besonders die schwierige Berglandwirtschaft mit ihren extremen Bedingungen" aufmerksam zu machen, erklärte Minister Rupprechter im Beisein von LH-Stv. Josef Geisler (zuständig für Land- und Forstwirtschaf), Baunerbunddirektor Peter Raggl und Bezirksbauernobmann Elmar Monz, die sich zum Gespräch in Toni Thönis Berghof in Greit bei Pfunds trafen.

Extreme Bedingungen

"Steillandschaften machen Tirol aus und im Bezirk Landeck sind die Bedingungen für die Berglandwirtschaft am schwierigsten und weisen die meisten Erschwerniszonen auf. Doch was passiert wenn man diese Flächen nicht mehr bewirtschaftet? – Nach circa fünf Jahren ist dort alles zugewachsen und wertvolle Kulturlandschaft wird zerstört. Doch Kulturlandschaft, die vorallem durch die Bauern entstand, gilt es sicher zu stellen. Sie bildet die Grundlage für den Tourismus, vorallem dem Sommertourismus", betont der Landwirtschaftsminister und warnt zugleich gemeinsam mit LH-Stv. Geisler vor den Folgen einer Nicht-Bewirtschaftung: "Es wird zu einer Abwanderung bzw. Entsiedelung einer Region kommen, wenn keine Bewirtschaftung mehr vorhanden ist."
Auch die Almflächen gilt es durch Viehbewirtschaftung zu erhalten, ist man sich einig.
Von Seiten der EU verstärke man die Unterstützung für Gebirgsregionen in Form von Direktzahlungen. Weiters soll es neue Ausgleichszahlungen für Bergbauern geben.
Ein weiterer wichtiger Punkt gilt der Erhaltung der Schutzwälder die durch die Land- und Forstwirtschaft gegeben ist, betont Geisler.

Heimische Bauern stärken

"Derzeit haben wird 1.450 gemeldete Betriebe im Bezirk Landeck. Nur fünf haben letztes Jahr zugesperrt", erklärt Bezirksbauernobmann Elmar Monz, der eine bessere Bündelung und Vermarktung der bäuerlichen Produkte als große Chance für die heimische Landwirtschaft sieht.
Zuspruch dafür gibt es auch von LH-Stv. Josef Geisler: "Es gilt die Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft weiter zu verbessern und regionale Produkte in die heimische Gastronomiebetriebe zu integrieren."
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