18.10.2016, 09:50 Uhr

Pilotprojekt: "Skirennsport & Lehre“ an der TFBS Landeck

Präsentierten heute das Pilotprojekt „Skirennsport und Lehre“ (v.li.): Lehrlingskoordinator des Landes Tirol Roland Teissl, Präsident des Tiroler Skiverbandes Werner Margreiter, LH Günther Platter, Fachgruppenobmann der Hotellerie der Tiroler Wirtschaftskammer Mario Gerber und Direktor der TFBS für Tourismus und Handel in Landeck Günther Schwazer.

Österreichweit einzigartiges Projekt für Jugendliche startet in Landeck

LANDECK (joli). Wie kann man als Jugendlicher an seiner Karriere als Skisportler arbeiten und sich zeitgleich mit einer Lehre auf einen späteren Berufseinstieg vorbereiten? Dazu präsentierte am Freitag, LH Günther Platter gemeinsam mit Direktor Günther Schwazer von der TFBS Landeck, Werner Margreiter, Präsident des Tiroler Skiverbandes, Mario Gerber, Fachgruppenobmann der Hotellerie der Tiroler Wirtschaftskammer und Roland Teissl, Lehrlingskoordinator des Landes Tirol, anlässlich der Eröffnung des Um- und Erweiterungsbaus an der Tiroler Fachberufsschule (TFBS) für Tourismus und Handel in Landeck ein innovatives Pilotprojekt das Skirennsport und Berufsausbildung vereint. Im Bildungsprojekt „Skirennsport und Lehre“ bietet das Land Tirol in Kooperation mit dem Landesschulrat für Tirol, dem Tiroler Skiverband und Skipool sowie der Wirtschaftskammer Tirol ein neues Berufs-Entwicklungsmodell für SpitzenskisportlerInnen an. Das Pilotprojekt soll ab dem Schuljahr 2017/18 an der TFBS Landeck starten. Die Lehrzeit für diesen neuen Ausbildungsweg wird 4,5 Jahre betragen.
„Sportlich ambitionierte und talentierte Jugendliche sind für eine Lehre, insbesondere in Tourismusberufen, bestens geeignet. Unser Pilotprojekt ‚Skirennsport und Lehre‘ zielt auf die Ausbildung von Sportlerinnen und Sportlern für den Lehrberuf ‚Hotel- und Gastgewerbeassistent/in‘ ab. Das Projekt ist so ausgelegt, dass es in Zukunft auch auf andere Lehrberufe ausgeweitet werden kann“, erklärte LH Platter. „Ich danke allen Partnern, dass dieses Projekt möglich geworden ist.“
Den Weg in Richtung Skisport und Lehre können künftig alle Jugendlichen mit entsprechender sportlicher Leistung (ab Bezirkskader) einschlagen: „Die Symbiose dieser zwei Bereiche ist für skibegeisterte Jugendliche eine hervorragende Alternative. Wie weit die Reise aus sportlicher Sicht auch gehen mag – das Pilotprojekt ermöglicht es den Jugendlichen, sich ein zweites Standbein zu schaffen“, sagt der Präsident des Tiroler Skiverbandes Werner Margreiter.

Von der Lehre bis zum Studium

Der Startschuss für den neuen Bildungsweg fällt im Schuljahr 2017/2018: „Das entwickelte Zeitmodell, welches Lehr-, Wettkampf- und Schulphasen bestmöglich verbindet, führt zu einer Streckung der Lehrzeit von drei auf viereinhalb Jahre. Für den Start der neuen Ausbildung streben wir eine Klasse (20 SchülerInnen) an“, betont der Lehrlingskoordinator Roland Teissl. In weiterer Folge sei auch das Modell „Lehre und Matura“ möglich: „Mit der weiteren Möglichkeit, die Matura in Form der Berufsreifeprüfung zu machen, können die Jugendlichen direkt in den Beruf einsteigen oder auch ein Studium beginnen“, führte der Landeshauptmann weiters aus. „Damit stehen den jungen Menschen alle Türen offen.“ Die Vorbereitungskurse für die Berufsreifeprüfung einschließlich Lernstudium und Betreuung werden vom Wirtschaftsförderungsinstitut Tirol organisiert und durchgeführt. Von Seiten der TFBS Landeck hieß es von Dir. Günther Schwazer: "Wir sind an unserer Schule in allen Bereichen am neuesten Stand und können die Schüler zukunftsorientiert ausbilden. Besonders für die zukünftigen Sportler an unserer Schule können wir eine individuell abgestimmte Ernährung durch unsere Küche anbieten."

Projekt mit Mehrwert

Neben einer fundierten Ausbildung mit Zukunft sieht LH Platter SpitzensportlerInnen auch als Vorbilder für die Jugend und die Gesellschaft sowie als wichtige RepräsentantInnen für den Wintertourismus in Tirol. „In den Gesprächen mit Tiroler Tourismusbetrieben hat sich gezeigt, dass das Interesse für diesen neuen Ausbildungsweg groß und die Resonanz durchwegs positiv ist“, betonte Hotellerie Fachgruppenobmann Mario Gerber. „Zudem bekommen die Betriebe mit ausgebildeten SpitzensportlerInnen hochmotivierte und leistungsbereite Fachkräfte.“
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