06.04.2016, 12:31 Uhr

Tag der Brille am 23. April: Was jeder Brillenträger wissen sollte

Auch beim Sport auf die richtige Brille achten (Foto: © adidas eyewear)

Am Samstag, 23. April wird die Sehhilfe Nummer Eins mit einem eigenen Tag geehrt. Die Brille ist für rund 3,7 Millionen Österreicher ab 16 Jahren ein täglicher Begleiter und ermöglicht ihnen den scharfen Blick in allen Lebenslagen. Daher ist sie sowohl im Alltag als auch in besonderen Situationen, wie etwa beim Sport, ein unerlässliches Instrument, das Sicherheit bietet aber auch der nötigen Pflege bedarf. Die Bundesinnung der Augenoptiker/Optometristen gibt Tipps zum richtigen Umgang mit der eigenen Brille.


Ob Gleitsichtbrille, Bildschirmbrille, Sonnenbrille, Lesebrille, Kinderbrille oder Sportbrille – Das Angebot ist riesig und genauso unsere Ansprüche. Denn die Brille muss stets einsatzbereit sein und funktionieren. Für viele Menschen mit Fehlsichtigkeit wäre ein problemloser Alltag ohne sie gar nicht denkbar. Dennoch wird die ordentliche Wartung der beiden Gläser oftmals stark vernachlässigt. „Dass Brillen – gerade weil man sie täglich verwendet – sorgfältig und richtig gepflegt, sowie immer wieder einem Service unterzogen werden müssen, beherzigen leider die wenigsten“, sagt Dr Anton Koller, MSc, Kommerzialrat und Bundesinnungsmeister der Augenoptiker/Optometristen. Nicht nur vernachlässigt, sondern gänzlich vergessen werden oft auch Brillen mit spezieller Funktion, wie etwa Sportbrillen. „Eine falsch oder nicht korrigierte Fehlsichtigkeit bedeutet im Sport eine erhöhte Anstrengung. Es wird unnötig viel Energie verbraucht, zudem steigt durch ein verändertes Reaktionsverhalten die Verletzungsgefahr“, erinnert Anton Koller an die Wichtigkeit der richtigen Ausrüstung. Daher liefert die Bundesinnung der Augenoptiker/Optometristen wissenswerte Tipps und Informationen, die jeder Brillenträger sowohl im Alltag als auch beim Sport unbedingt beachten sollte.

Brillen-Alltag: Gut, zu wissen!
Die Brillenfassung: Beim Brillengestell und bei den Gläsern ist stets größte Vorsicht geboten, denn schon ein kleiner Defekt kann zu (gesundheitlichen) Problemen führen. Während sich die meisten Menschen erst bei einem losen Bügel oder beim zur Gänze zersprungenen Brillenglas auf den Weg zum Augenoptiker/Optometristen machen, wäre das schon mit kleinem Kratzer ratsam, weiß Anton Koller: „Bereits eine minimale Veränderung der Oberflächenbeschaffenheit des Glases kann zu unerwünschten Reflektionen und Blendungen beim Brillenträger führen – eine nicht zu unterschätzende Unfallgefahr.“

Die Passform: Druckbeschwerden auf der Nase oder Schmerzen hinter den Ohren sind ein weiteres Warnsignal. Die Veränderung der Passform ist eine völlig natürliche Verschleißerscheinung, die allerdings schnell zu unnötigen Druckschmerzen und Kopfweh führen kann. In der Regel beseitigt das der Fachoptiker kostenfrei und schnell.

Die Reinigung: Auch wenn die Bequemlichkeit viele Menschen zum Pulloverärmel oder zur Krawatte greifen lässt, sind derartige Methoden für die Brillenreinigung pures Gift. Die rauen, unsauberen Oberflächen können die Gläser im Handumdrehen beschädigen. Daher sollte man sich unbedingt ausgewiesene Brillenputztücher zulegen oder mit Spülmittel, fließendem Wasser und anschließendem Trocknen mit einem Mikrofasertuch für den klaren Durchblick sorgen.


Für eine nachhaltig glückliche Beziehung zur eigenen Sehhilfe ist ohnehin der regelmäßige Augencheck beim Fachoptiker/Optometristen zu empfehlen. Die Sehschärfe und Anforderungen an die eigene Brille können sich innerhalb kurzer Zeit verändern und einmal im Jahr sollte man das nachprüfen lassen. Der Frühlingsbeginn eignet sich dafür ideal, denn das gute Wetter ist da und für Sportbegeisterte geht endlich die lang ersehnte Outdoor-Saison wieder los.

Nichts wie raus – Augen auf beim Sport!
„95% unserer Bewegungskoordination werden durch das Sehen kontrolliert. Das macht die Augen zum wichtigsten Sinnesorgan beim Sport“, erinnert Anton Koller. Mit den steigenden Temperaturen zieht es viele Österreicher zum Training wieder ins Freie. Doch da gerade beim Outdoorsport die meisten Gefahren lauern, sollte man mit einer Fehlsichtigkeit unbedingt auf die richtige Ausrüstung achten:

Die Sportbrille: Hier ist ein modernes, widerstandsfähiges Material wichtig. Das Gestell muss rutschfest sein und über Sicherheitsscharniere verfügen, während der Rahmen unbedingt so nah wie möglich am Gesicht anliegen sollte.

Die Passform: Ergonomische Foam Pads sorgen dafür, dass sich die Brille jedem Gesicht anpasst und weder UV-Strahlen, Niederschlag, Schweiß oder Wind ins Auge kommen.

Die Brillengläser: Seitlich erweiterte und stark gebogene Gläser bieten einen uneingeschränkten Blick. „Gerade am Berg, aber auch bei hohen Geschwindigkeiten am Rad ist ein möglichst großes Sichtfeld überlebenswichtig, um Gefahren frühzeitig zu erkennen“, erklärt Koller.

Insgesamt ist die scharfe Sicht das Um und Auf beim Sport. Angepasste, optische Brillengläser können problemlos ins Wunsch-Modell eingebaut werden. So kommt man sicher an jedes Ziel.

Wirtschaftskammer Wien
Fachgruppe Wien der Gesundheitsberufe
www.wko.at/wien/gesundheit
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