17.06.2016, 16:40 Uhr

Die Stadtkäserei produziert eigenen Käse in Landstraße

Eine Käserei, mitten in der Stadt: Johannes Lingenhel produziert in Landstraße eigenen Käse.

Eine neues Käsegeschäft macht im dritten Bezirk auf sich Aufmerksam: Johannes Lingenhel hat sich seinen Traum verwirklich und seine eigene Käserei auf der Landstraßer Hauptstraße eröffnet.

LANDSTRASSE. Es ist ein Megaprojekt, das der gebürtige Vorarlberger hier aus der Taufe gehoben hat. Zur Käserei gehören auch ein Feinkostladen, eine Weinbar und ein Restaurant mit Haubenkoch für 35 Personen. Der gelernte Wirtschaftsinformatiker Lingenhel kann auf zwanzig Jahre Erfahrung in der Lebensmittelbranche zurückblicken und hat das Business von der Pike auf gelernt. Er ist ein Perfektionist. Jeder Leckerbissen, der im Feinkostladen angeboten wird, wurde handverlesen und die rund 200 Produzenten und Zulieferer kennt er zum großen Teil persönlich. Viele sind liebe Freunde geworden und oft ergeben sich Kooperationen.

So auch mit Robert Paget, einem Käsehersteller aus Niederösterreich. Paget ist ein wahrer Experte auf seinem Gebiet. Um die höchste mögliche Qualität seines Büffelmozzarellas garantieren zu können, züchtet er die Büffel einfach selber. Zweimal pro Woche wird Paget nach Wien kommen um in der Stadtkäserei seinem Handwerk nachzugehen.

Durch Glasscheibe beim Käsen zuschauen

Und dabei ist es sogar möglich ihm zuzuschauen. Durch eine Glasscheibe können die Besucher in das Herzstück der Käserei blicken und den Käser bei der Arbeit zusehen. Die ehemaligen Hofstallungen des Hauses an der Landstraße, in dem auch schon die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach gewohnt hat, wurden dafür umgebaut. Auch im Bezug auf die Inneneinrichtung wurde Wert auf höchste Qualität gelegt. Gemeinsam mit dem Wiener Designstudio Destilat wurden die Räume zeitlos und elegant gestaltet.

Johannes Lingenhel ist der persönliche Kontakt zu seinen Kunden wichtig. „Im Zuge der Projektvorbereitung bin ich jetzt zwei Jahre lang ans Büro gefesselt gewesen und habe jetzt wieder die Chance im Geschäft zu stehen“, erzählt der Feinschmecker lächelnd und genießt es, die Kunden zu bedienen. Er fühlt sich sichtlich wohl zwischen all den Gaumenfreuden.
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