04.06.2016, 13:38 Uhr

Box-Legende Muhammad Ali verliert seinen größten und schwersten Kampf... tot mit 74

Wien: Hilton Austria |

Box-Idol Muhammad Ali ist im Alter von 74 Jahren in Phoenix/ Arizona (USA) gestorben.



Sein Sprecher Bob Gunnell bestätigte dies den Medien am frühen Samstagmorgen deutscher Zeit. „Nach einem 32 Jahre langen Kampf mit der Parkinson-Krankheit ist er von uns gegangen“, hieß es in dem Statement.

Der frühere Schwergewichtsweltmeister Ali war am Donnerstag wegen Atemproblemen in eine Klinik in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona eingeliefert worden, im Laufe des Freitagabends verdichteten sich Berichte über eine rapide Verschlechterung seines Zustandes. Ali war seit 1984 an Parkinson erkrankt. 1981 hatte Ali, geboren als Cassius Marcellus Clay, seine Karriere beendet.

Sportler des Jahrhunderts


Er gehörte zu den bedeutendsten Schwergewichtsboxern und herausragendsten Athleten des 20. Jahrhunderts und wurde 1999 vom Internationalen Olympischen Komitee zum „Sportler des Jahrhunderts“ gewählt.

„The Greatest“, dreimal „undisputed champion“ aller Verbände, hatte den Boxsport geprägt wie kein Sportler vor oder nach ihm.
Alis Boxstil ging in die Geschichte ein, „schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene“, lautete das Motto des polarisierenden Sportlers.
Jahrhundertkämpfe gegen Frazier und Foreman

Mit nie gesehener Eleganz gewann Ali die ganz großen Kämpfe, und mit wohl einzigartigem Selbstbewusstsein kommentierte er seine Siege. „Ich bin der beste Kämpfer aller Zeiten. Und gerade erst 22“, sagte Ali nach dem ersten WM-Sieg 1964 gegen Sonny Liston: „Ich muss der Größte sein. Ich bin der König der Welt. Ich bin schön.“

Unvergessen sind vor allem seine Jahrhundertkämpfe gegen Joe Frazier und George Foreman. Im „Rumble in the Jungle“ am 30. Oktober 1974 in Kinshasa wurde er vom Favoriten Foreman rundenlang schwer getroffen, ehe er den bis dahin in 40 Fights ungeschlagenen K.o.-König in der achten Runde auf die Bretter schickte.

Nach Niederlage und Sieg gegen Frazier im Madison Square Garden kam es am 1. Oktober 1975 zudem zum „Thrilla in Manila“. Nach der 14. Runde waren Fraziers Augen zugeschwollen. Trainer Eddie Futch warf das Handtuch. Kurz danach brach Ali mit einem Kreislaufkollaps zusammen.
Ein Mann mit eisernem Willen.

Vorbild für viele Amerikaner


Trotz seiner Großspurigkeit wurde Ali auch außerhalb des Rings für Millionen zum Vorbild. Mit ungeheurem Charisma und großer Überzeugungskraft, mit religiöser und politischer Geradlinigkeit durchbrach er unzählige Widerstände, vor allem für alle Afroamerikaner.

Seit seiner Erkrankung trat Ali seltener öffentlich auf, sein soziales Engagement setzte er aber fort. In der jüngeren Vergangenheit musste Ali sich zudem wiederholt im Krankenhaus behandeln lassen.

Muhammad Ali hinterlässt 9 Kinder.
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