30.03.2016, 08:00 Uhr

Lebringer Schnitzerrunde feiert Silberjubiläum

Jetzt besonders aktuell sind Ostermotive wie etwa Hasen.

Seit nunmehr 25 Jahren pflegen eifrige Schnitzer ihr Hobby in geselliger Runde.

Das Schnitzen ist eine besonders viel Geschick, Talent und nicht zuletzt auch Geduld erfordernde Technik der Holzbearbeitung. Das Bearbeiten von Holz mit Schnitzeisen, Messern und scharfen Werkzeugen verlangt viel Übung. Den Werkstoff Holz mit geduldigem Feingefühl erspüren die 43 aktiven Mitglieder der Schnitzerrunde Lebring. Beim kunstvollen Schnitzen von Skulpturen, Heiligenfiguren, Perchten, Nistkästen oder Osterdekorationen werden viele eigene Erfahrungen gesammelt und der Sinn für Schönes geschärft.

Die Mitglieder der Lebringer Schnitzerrunde greifen regelmäßig im Keller des Buschenschankes Neukirchner zum Schnitzeisen. Dort hat man eine eigene Schnitzerwerkstätte eingerichtet und trifft sich von April bis Oktober jeden Montag von 17 bis 21 Uhr zur Pflege des kunstvollen Hobbys. ´
„Unsere Mitglieder stammen nicht nur aus Lebring und der Südsteiermark, sondern kommen auch aus dem Raum Straß- Gamlitz, Eichkögl, Ligist, Groß St. Florian und sogar aus Graz“, betont Obmann Gutjahr, der Trophäenschilder und Holzschnitzartikel in Handarbeit herstellt. Eine besondere Nachfrage gebe es laut dem Obmann für lustige Nistkästen mit Gesicht, die weltweites Interesse hervorrufen. „Durch das Internet sind diese für viel Heiterkeit sorgenden geschnitzten Vogelnistkästen ein Renner“, freut sich Obmann Rudolf Gutjahr.

Welches Holz?
Zum Schnitzen werden gerne kurzfasrige Holzsorten verwendet. Als Schnitzholz besonders beliebt ist Lindenholz, weil es detailreiche, feine Schnitzereien zulässt. Für detailreiche Schnitzereien genutzt wird auch noch Buchsbaumholz. Aber auch das helle Ahornholz findet häufig Verwendung. Das weiche Zirbenholz hat viele Äste und dunkelt mit der Zeit ab, verströmt allerdings einen angenehmen Duft. Als Schnitzhölzer Verwendung finden zudem Pappel-, Birken-, Eichen-, Kiefer- oder verschiedene Obsthölzer.

Ausstellungen
Die prachtvollsten Stücke der jubilierenden Lebringer Schnitzerrunde können von Interessierten am 9. April in der Zeit von 9 bis 17 Uhr im Vereinshaus in Lebring bei einer Ausstellung von Nistkästen, Insektenhäusern und Harnikel (ein Ast, der das Wetter anzeigt) bestaunt werden.
Vom 17. bis 19. Juni geht dann im Vereinshaus in Lebring die eigentliche große Jubiläumsfeier „25 Jahre Lebringer Schnitzerrunde“ mit einer weiteren Ausstellung samt einem großen Schauschnitzen über die Bühne

Geschichte
Gegründet wurde die Schnitzerrunde bereits im Jahr 1990 vom ersten Obmann Alfred Muster. Seit dem Jahr 2006 steht nun Rudolf Gutjahr als Obmann an der Spitze der eifrigen Holzschnitzer. Mit 43 aktiven Mitgliedern ist die Lebringer Schnitzerrunde ein besonderer Kulturträger. Die Schnitzer stellen Jahr für Jahr im Regioneum des Naturparkzentrums beim „Winterzauber im Grottenhof“ kunstvolle Weihnachtskrippen aus. Rudolf Gutjahr ist auch regelmäßiger Aussteller beim Südsteirischen Kunsthandwerksmarkt oder zuletzt auch beim Ostermarkt im Bildungshaus Retzhof.
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