25.04.2016, 19:26 Uhr

Aus Anlass des Erbebebens von Alland

Die jährlich durchschnittlichen 40 Erdbeben, die in Österreich spürbar sind, sind auf die noch nicht abgeschlossenen Gebirgsbildungsvorgänge zurückzuführen.
Erdbeben mit einer Stärke über Stufe 7 nach der Mercalli-Sieberg Skala sind in Österreich selten. Im statistischen Mittelwert ereignen sich in Österreich alle drei Jahre Beben von mindestens Stufe 6 im Epizentrum, alle 15 Jahre mindestens Stufe 7 und alle 75 Jahre ein Erdbeben der Stufe 8.
Demonstrative Auflistung von Erdbeben in Wien und Umgebung:
Im 4. Jahrhundert n. Chr. zerstört ein starkes Erdbeben die Römerstadt Carnuntum an der Donau.
Um 450 nach Chr. erlebte Panonnien und Noricum ein verheerendes Erdbeben.
1000 n. Chr. Erdbeben zu Beginn des Jahres in Deutschland und fast ganz Europa.
Am 8. August 1295 n. Chr. ereigneten sich in der Umgebung Wiens drei heftige Erdbeben.
Im Jahr 1356 n. Chr. fand in Wien ein großes Erdbeben statt; die Sage erzählt, dass in dessen Folge die von den Babenbergern erbaute Burg in Wiener-Neustadt in den sumpfigen Boden versunken sei.
Eine Wiener Chronik berichtet: „Anno 1590 den 7. September um den Abend hat sich in dieser Stadt ein schreckliches Erdbidem (Erdbeben) merken lassen, durch welches die Kirche zu Schotten, wie auch der Altar fast mitten voneinander gerissen, der Thurm zu Sankt Steffan zerschellet, der ab so hinter der gulden Sonnen, einer Herberg also genannt nicht weit von dem rothen (Turm) Tor gestanden, hernieder gerissen und dadurch 9 Menschen und 2 Pferde erschlagen worden. Ja es war kaum ein Haus in der ganzen Stadt, das nicht einen harten Stoß bekommen hätte.“
Am 4. Dezember 1690 ereignete sich ein wellenförmig fortschreitendes Erdbeben; in Wien wurde der Stefansturm beschädigt.
Am Sonntag, den 10. April 1712, nach 12 Uhr mittags, war in Wien ein Erdbeben.
Im Oktober 1713 entstand bei Wiener-Neustadt ohne ein bemerkbares Erdbeben ein weiter Riss im Boden, der sich mit Wasser füllte.
1734 erschütterte ein Erdbeben die Gegend von Gumpoldskirchen.
In Wien bebte 1748 wieder einmal die Erde.
Am 27. Februar 1768, um dreiviertel auf 3 Uhr morgens, ist die Stadt Wien von einem „förchterlichen“ Erdbeben erschüttert worden.
In Wimpassing war am Sonntag, den 29. August 1849 um 8 Uhr früh ein Erdbeben, und zwar ein so heftiges, dass die Mauern manche Häuser Sprünge bekamen.
1873 erschütterte ein Erdbeben Neulengbach.
1876 ereignete sich in Niederösterreich ein starkes Erdbeben.
1895 traf ein neuerliches Erdbeben Neulengbach.
Am Abend des 28. Oktober 1927 kam es in Schwadorf in Niederösterreich zu einem schweren Erdbeben, welches das gesamte Wiener Becken erschütterte.
Die Wiener Zentralanstalt für Meteorologie meldete am 28. März 1938: Wie die Zentralanstalt mitteilt, ereignete sich am 27. März 1938, 12.17 Uhr, ein starkes Erdbeben, das auch in Wien an vielen Stellen spürbar war.
Am 15. Juni 1939 ereignete sich ein leichtes Erdbeben im Gebiet von Wien.
1972 kommt es am 16. April, vormittags, an der steirisch-niederösterreichischen Grenze zu einem heftigen Erdbeben mit einer Stärke von 5.3 nach der Richter Skala. Das Epizentrum lag im Raum Seebenstein.
2001 ereignete sich südlich von Wien ein Erdbeben mit der Stärke von 4.5 nach Richter. Das Epizentrum befand sich in Pitten.
Südlich von Wien, in Ebreichsdorf, kam es am Morgen des 20. September 2013 zu einem Erdbeben mit der Stärke 4,3 nach Richter; die Wirkung wurde in Wien und im Burgenland gespürt.
Am 25. April 2016 ereignete sich um 12.30 Uhr ein Erdbeben mit der Stärke von 4.2 nach Richter.
Die Aufzählung ist nicht erschöpfend.
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Bettina Strejcek aus Deutschlandsberg | 28.04.2016 | 11:34   Melden
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Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 28.04.2016 | 12:13   Melden
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Bettina Strejcek aus Deutschlandsberg | 28.04.2016 | 16:22   Melden
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Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 28.04.2016 | 17:45   Melden
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Bettina Strejcek aus Deutschlandsberg | 28.04.2016 | 18:32   Melden
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