21.06.2016, 15:38 Uhr

Die Regionen vermehrt stärken

Diese 15 Leader-Regionen der Steiermark wurden für den Zeitraum von 2014 bis 2020 festgelegt. (Foto: Land Steiermark)

Gleich auf mehreren Schienen werden regionale Initiativen vom Land gefördert.

Abwanderung, Stadt-Land-Gefälle, Speckgürtel – wir kennen sie alle, die Schlagworte, die mehr oder weniger ein und denselben Trend beschreiben: Die Tatsache, dass die Menschen – und nicht nur die Steirer – ihren Geburtsort verlassen und sich in Ballungszentren ansiedeln.

Abwanderung vermeiden

Um die steirischen Regionen zu stärken und zu attraktivieren und damit besonders der Abwanderung aus einzelnen Teilen der Steiermark Einhalt zu gebieten, hat sich die Landesregierung auf eine Förderstrategie für die Jahre bis 2020 geeinigt.
Teil dieser Förderstrategie ist einerseits das Leader-Programm, das mit der Festlegung auf insgesamt 15 steirische Leader-Regionen künftig an der Steigerung der regionalen Wertschöpfung arbeitet und Initiativen zur nachhaltigen Weiterentwicklung kultureller und natürlicher Ressourcen setzt. Konkret geht es dabei beispielsweise um regionale Leistungsangebote, Nahversorgung, Mikro-Modelle im öffentlichen Verkehr. Rund 50 Millionen Euro nimmt das Land dafür in den kommenden Jahren in die Hand.


Bürgerbeteiligung forcieren

Die Lokale Agenda 21 ist das zweite Förderinstrument, das mithilfe aktiver Beteiligungsprozesse die Bürger direkt einbindet: Hier entstehen beispielsweise Bürgerräte, die nach erfolgten Gemeindefusionen den Zusammenhalt stärken sollen. Über eine halbe Million Euro werden in derartige Beteiligungsprojekte fließen. Für den Ressortverantwortlichen LH-Vize Michael Schickhofer sind das "Vorzeigeprojekte für die gelebte steirische Regionalentwicklung. Dabei geht es nicht mehr ausschließlich um Information an Bürger, sondern um das Miteinbeziehen der Bevölkerung." Eine große Rolle spielt jedenfalls die Mitgestaltung. "Jeder Einzelne kann mitentscheiden, trägt somit aktiv zur Umsetzung der Ideen bei und übernimmt Verantwortung für das eigene Lebensumfeld“, so Schickhofer. Wie lautstark die Lebenszeichen der einzelnen Regionen sind, zeigen die Projekte des Regionalmanagement Südweststeiermark. So werden derzeit die Augenmerke auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel sowie den Erhalt der Infrastruktur gelegt. Denn nur so kann die Absiedelung in die Städte verhindert werden und der ländliche Raum erhalten bleiben.
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