08.06.2016, 10:10 Uhr

Dorfgemeinschaft Kehlsdorf lud zum Fest

(Foto: KK)
Im Mai 2016 gab es in Kehlsdorf ein großes Fest. Das Ganze begann mit einer Heiligen Messe in der Pfarrkirche für alle Kehlsdorfer.
Am Nachmittag gab es in Kehlsdorf zwei Höhepunkte: Die „Einweihung des Pest-Bildstockes“ oder Grundner Marterl und die „Einweihung des Feldkreuzes“.
Der Obmann der Dorfgemeinschaft, Franz Edler, konnte über 200 Anwesende, unter ihnen Pfarrer Prof. Leopold Wögerbauer, Bürgermeister Johann Mayer, Baumeister Werner Oswald, Gemeinderäte von Hengsberg, Gäste aus Slowenien, Obmänner von Vereinen und Organisationen begrüßen. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende, Herr Gustav Portugal hielt alles bildlich fest. Diese Bilder kann man auf der Homepage der Pfarre Hengsberg sehen.
Obmann Franz Edler ging kurz auf die Geschichte des nun neu restaurierten Bildstockes ein und sagte, dass dieser fast 400 Jahre alt sei.
Als im Jahr 1645 Kehlsdorf von der Pest heimgesucht wurde, fielen dem schwarzen Tod alle Bewohner, bis auf einen Knecht und einer Magd, zum Opfer.
Aufgrund der noch zwei Überlebenden, wurde als Dankbarkeit dieser Bildstock mit Buchkogelsteine errichtet. Auch die Bestattung der durch die Pest verstorbenen Personen fand hier statt. Dieser Bildstock bzw. Marterl ist der „Heiligen Dreifaltigkeit“ geweiht. Jedes Jahr am Dreifaltigkeitssonntag wurde abends eine Andacht gehalten. Später diente dieses Marterl auch als Raststation für Wallfahrer.
Das nun neue Dreifaltigkeitsbild wurde von einem Künstler aus Slowenien, Joze Osterc, geschaffen. Die Kosten hierfür übernahm Pfarrer Wögerbauer.
Bis zum Jahr 1967 war dieses Marterl im Besitz der Familie Lienhart vulgo Bock. Durch die Grundzusammenlegung kam es dann in den Besitz der Familie Grundner vulgo Wiesenbauer. Nun ist dieses Marterl im Eigentum der Familie Stoisser aus Dexenberg, welche auch auf eigene Kosten die Renovierung vornahm.
In einer großen Prozession ging es nach der Weihung des Marterls zum Feldkreuz, welches von der Dorfgemeinschaft restauriert wurde. Um die Jahrhundertwende fand hier das letzte Feldbeten statt. Vom Schlosshof Freibühel zog man in einer Prozession zum Feldkreuz. Der Pfarrherr betete eine eigene Litanei, Bitt- und Dankgebete und segnete die Felder. Auch beide Weihungen, die des Marterls und des Feldkreuzes, nahm unser Pfarrer vor.
Zum Abschluss gab es noch ein gemütliches Beisammensein im Hof von Hubert und Marianne Schwarzbauer in Kehlsdorf.
An dieser Stelle möchte sich der Obmann der Dorfgemeinschaft für den zahlreichen Besuch und bei allen Personen, die in irgendeiner Weise zum gelungenen Fest beigetragen haben herzlich bedanken. Es war ein schöner Tag in und für Kehlsdorf.
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